Rechenzentrum bei Amberg

Digitalminister begrüßt Pläne für KI-Fabrik im Allgäu

11. März 2026 , 13:30 Uhr

30 Megawatt für Künstliche Intelligenz: Im Unterallgäu startet ein Megaprojekt mit Wind- und Sonnenenergie. Warum Digitalminister Mehring darin eine Chance für Bayern sieht.

Der Bau eines weiteren großen Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz im Freistaat ist nach Ansicht von Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) ein wichtiger Schritt «für mehr digitale Souveränität». Das Unternehmen Polarise aus Paderborn hatte angekündigt, dass Mitte 2027 bei Amberg im Unterallgäu die KI-Fabrik in Betrieb gehen soll.

«Mit rund 30 Megawatt geplanter Leistung wird das Projekt mehr als doppelt so viel Kapazität wie das viel beachtete neue Rechenzentrum in der Landeshauptstadt München haben», sagte Mehring. In München hatte die Deutsche Telekom mit Unterstützung weiterer Unternehmen, darunter ebenfalls Polarise, Anfang Februar ein solches Rechenzentrum offiziell in Betrieb genommen. Die Investitionssumme wurde mit mehr als einer Milliarde Euro angegeben. 

Im Allgäu will die Polarise GmbH das Gelände eines stillgelegten Kurzwellensenders nutzen. Der Strom für das Rechenzentrum soll von Photovoltaikanlagen und einem Windpark kommen. Die Nutzung grüner Energie habe eine zentrale Rolle bei der Standortwahl gespielt. Später könne die KI-Fabrik auf eine Kapazität von bis zu 120 Megawatt ausgebaut werden. Angaben zur Investitionssumme machte das Unternehmen nicht.

Quelle: dpa

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