Dieses Kollektiv mischt die Festspiele auf

21. Juli 2026 , 12:49 Uhr

Die Bayreuther Festspiele öffnen sich für eine Begegnung der ungewöhnlicheren Art: Am 27. und 29. Juli 2026 gastiert erstmals das Berliner Musiktheaterkollektiv „Hauen und Stechen“ auf der Probebühne 4. Die Veranstaltungen finden im Rahmen von „Diskurs Bayreuth 2026“ statt und tragen den Titel „Realitot oder Wagner in Endzeit-Stimmung“. Angekündigt ist ein performativ-wissenschaftlicher Exkurs in die Untiefen Wagners. Das seit 2012 bestehende Kollektiv „Hauen und Stechen“ ist für ein radikal zugängliches Musiktheater bekannt, das Oper, Schauspiel, Film, Philosophie, bildende Kunst und Performance ohne Scheu vor Genregrenzen miteinander verschränkt. Seine Arbeiten wollen klassische Stoffe nicht bloß neu bebildern, sondern sie sinnlich erfahrbar machen, politisch befragen und das Publikum unmittelbar in das Geschehen hineinziehen. Auch in Bayreuth soll der Wagner-Kosmos deshalb nicht ehrfürchtig verwaltet, sondern gründlich zerlegt und neu zusammengesetzt werden. Performance, Musik, Gespräch, Workshops und wissenschaftliche Reflexion treffen dabei auf Mythos, Ideologie und Gegenwartskrise. Die Probebühne wird so für zwei Abende vom Arbeitsraum zum Experimentierfeld, in dem Wagners Wirkung bis in die Gegenwart untersucht wird. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen auf der Probebühne 4 ist frei.

fun

Das könnte Dich auch interessieren

17.08.2026 Der besondere Festspiel-Vibe von Bayreuth Mehr als 30 langjährige Mitwirkende der Bayreuther Festspiele sind heute (17.08.) bei einem Empfang im Haus Wahnfried für ihren Einsatz geehrt worden. Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel und Festspielleiterin Katharina Wagner würdigten gemeinsam mit Vertretern des Festspielbetriebs und des Stadtrats Beschäftigte und Künstler, die den Festspielen teils seit bis zu 30 Jahren verbunden sind. Geehrt wurden 17.08.2026 Warum Bayreuth Friedrich Feustel mehr verdankt, als viele wissen Ohne Friedrich Feustel wäre Bayreuth wohl nie zur Festspielstadt geworden. Der Bankier gehörte zu den wichtigsten Unterstützern Richard Wagners. Ohne die Zuarbeit von Feustel und Bürgermeister Munkert wäre Wagner nie endgültig in Bayreuth gelandet. Stadtchronist Stephan Müller: Man hat Wagner ein Grundstück am Stuckberg angeboten. Den Verkauf hat ein Miteigentümer aus der Familie aber abgelehnt. 09.06.2026 Bayreuths Festmeilen-Schock: Jetzt soll aufgeklärt werden Die Diskussion um die abgesagte Festmeile zum Bayreuther Festival150 dürfte erst in den kommenden Wochen endgültig geklärt werden. Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel (SPD) verweist bei zentralen Fragen zu Kosten, Finanzierung und Verantwortlichkeiten auf die Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses am 17. Juni sowie des Stadtrats am 24. Juni. Erst danach könne über Budgetdetails informiert werden. 27.08.2026 150 Jahre Festspiele sind vorbei - und so liefs Die Jubiläumssaison der Bayreuther Festspiele lief super. Das meldet die Festspielleitung. Alle Vorstellungen waren restlos ausverkauft – und das Feedback der Gäste: weitgehend positiv. Zu den Festspiel Open-Air-Konzerten kamen auch mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher. Laut Katharina Wagner, sei das „ein ganz besonderes Zeichen der Verbundenheit mit Bayreuth“. Die aufgeführten Werke waren diesmal aus