Wende durch Gilles

DFB-Pokal: Bayern-Frauen zittern sich ins Achtelfinale

27. September 2026 , 17:50 Uhr

Der FC Bayern München peilt seinen dritten DFB-Pokal-Triumph in Serie an. Beim ersten Auftritt schwächeln die Meisterinnen aus München aber lange gegen das junge Gladbacher Team.

Die Fußballerinnen von Doublegewinner FC Bayern München haben die Pokalhürde bei Borussia Mönchengladbach erst nach langem Zittern genommen. Das Team von Trainer José Barcala zog mit einem mühsamen 2:1 (0:1) beim Zweitligisten ins Achtelfinale ein. Gegner dort ist im heimischen Stadion Bayer Leverkusen, wie die Auslosung nach dem Schlusspfiff in Mönchengladbach ergab.

Vor 6.608 Zuschauern im Borussia-Park sorgte die Norwegerin Vanessa Gilles mit ihren Toren in der 74. und 80. Minute für die Wende – jeweils nach einer Ecke von Klara Bühl. Luca Graf (45.+2) hatte den frechen Außenseiter zuvor mit dem Führungstreffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte belohnt. 

Stars erst einmal auf der Bank

Vor der nächsten Champions-League-Herausforderung am Mittwoch bei Benfica Lissabon hatte Barcala fleißig rotiert. So fehlten unter anderem Bühl, Giulia Gwinn und Pernille Harder in der Startelf, das Trio kam aber nach der Pause. Die Gladbacherinnen nutzten die Startschwierigkeiten der Bayern-Frauen unter anderem mit einem Lattenkopfball von Mia Giesen (15.).

Der diesjährige Pokalfinalist VfL Wolfsburg setzte sich souverän mit 6:0 (3:0) beim eine Klasse tiefer spielenden badischen SC Sand durch. Dabei erzielten Svenja Huth und Ella Peddemors jeweils zwei Tore. Der VfL trifft im Achtelfinale auf die TSG 1899 Hoffenheim. Eintracht Frankfurt ließ beim Regionalligisten Karlsruher SC ebenfalls nichts anbrennen und gewann mit 6:1. In der nächsten Runde muss die Eintracht beim 1. FC Nürnberg antreten.

Bundesliga-Neuling VfB Stuttgart muss bangen

Zittern mussten einige andere Bundesligisten: Der VfB Stuttgart konnte die Partie bei Turbine Potsdam erst nach Verlängerung mit 3:2 gewinnen, nachdem der Aufsteiger mit 0:2 im Rückstand gelegen hatte. Doch nach dem Platzverweis für Thalia Dias de Souza nach einer Tätlichkeit in der 81. Minute retteten sich die Gäste durch Verena Wieder (86.) und Mira Arouna (90.+4) in die Verlängerung. Dort erzielte VfB-Kapitänin Chantal Hagel den Siegtreffer. Auch in der nächsten Runde geht es für den VfB gegen einen Zweitligisten. Die Stuttgarterinnen empfangen die SGS Essen.

Auch der 1. FC Köln (2:1 bei Hertha BSC), der Hamburger SV (2:1 beim SV Meppen) und Werder Bremen (1:0 beim VfL Bochum) taten sich zeitweise schwer. Das Achtelfinale wird vom 31. Oktober bis 2. November ausgetragen.

Quelle: dpa

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