Olympische Winterspiele

Dämpfer zum Start: Eishockey-Frauen verlieren gegen Schweden

05. Februar 2026 , 15:25 Uhr

Das Olympia-Ziel Halbfinale dürfte unrealistisch bleiben für die Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen. Zum Turnierstart verliert das DEB-Team klar gegen Schweden. Dabei ging es zunächst gut los.

Das Olympia-Comeback nach zwölf Jahren Abstinenz ist für die deutschen Eishockey-Frauen daneben gegangen. Am Tag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele verlor das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod das erste Vorrundenspiel in Mailand mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) gegen Schweden. «Das war das erste Spiel für jeden von uns hier. Es war sehr schnell und sehr körperlich», sagte MacLeod und stichelte gegen die Schiedsrichter: «Wir haben auch gesehen, was eine Strafe ist und was nicht. Das war für jeden eine großartige Lernerfahrung.»

Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) war zwar durch Katarina Jobst-Smith (9. Minute) von den Vancouver Goldeneyes aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL in Führung gegangen, verlor im Mittelabschnitt vor allem in Unterzahlsituationen aber etwas den Faden. Lina Ljungblom (12./28.), Mira Jungaker (40.) und Thea Johansson (52.) drehten für die Schwedinnen die Partie vor offiziell 2455 Zuschauern in der provisorisch errichteten Eishalle auf dem Mailänder Messegelände.

Spielerinnen bei Olympia-Debüt wohl zu nervös

«Das ist natürlich bitter, drei Tore in Unterzahl zu kassieren», sagte Kapitänin Daria Gleißner vom ECDC Memmingen. «Abhaken. Ich kann den Mädels nichts vorwerfen. Wir haben gekämpft. Es war ein sehr physisches Spiel.» MacLeod sagte dazu: «Die Spielerinnen haben zu viel nachgedacht. Normalerweise spielen wir in Unterzahl etwas anders.»

Die DEB-Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympia dabei. Im Team befinden sich ausschließlich Olympia-Debütantinnen. Auch wenn Bundestrainer MacLeod vor dem Turnier insgeheim auf das Halbfinale geschielt hatte, dürfte höchstens die Viertelfinal-Teilnahme realistisch sein. Mehr dürfte nach der Auftaktniederlage auch kaum mehr möglich sein. Selbst wenn es Deutschland in der Vorrundengruppe B unter die ersten Drei schafft, droht dort nun ein Duell mit den Gold-Favoritinnen aus Kanada oder den USA.

Unterzahl und Torabschlüsse müssen besser werden

In der Vorrunde muss Deutschland noch gegen Japan (Samstag), Frankreich (Montag) und Italien (Dienstag) ran. «Wir stecken den Kopf jetzt nicht in den Sand. Vor allem bei den Torabschlüssen muss jetzt mehr kommen. Jede Einzelne muss da jetzt einfach besser durchkommen», forderte Gleißner. 

Die Spielerinnen wollen die olympische Bühne vor allem dafür nutzen, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Spiele der heimischen Liga mit nur vier deutschen und einem ungarischen Team finden nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Quelle: dpa

 

Das könnte Dich auch interessieren

13.02.2026 Deutsche NHL-Stars liefern - Vor allem Stützle erleichtert Die bisherigen Auftritte im Nationalteam von NHL-Ausnahmestürmer Tim Stützle waren erfolglos. Auf der Olympia-Bühne funktioniert der 24-Jährige aber als Unterschiedsspieler. 12.02.2026 NHL-Stars führen Eishockey-Team zu Olympia-Auftaktsieg Deutschlands Eishockey-Cracks feiern bei Olympia einen Auftakt nach Maß. Gegen Dänemark überzeugen vor allem die NHL-Stars. Am Samstagmittag geht weiter - gegen wen? 11.02.2026 Draisaitl und Co. bei «Turnier der Superlative» gefordert So viele NHL-Topspieler hatte ein deutsches Eishockeyteam nie zuvor. Doch auch die Favoriten um Kanada und die USA stellen ihre Weltstars. Bei Olympia hängt viel vom Start gegen Dänemark ab. 09.02.2026 Die NHL bestimmt: Superstars starten mit Jetlag bei Olympia In Mailand startet am Mittwoch das wohl beste Eishockeyturnier jemals. Die NHL-Superstars freuen sich wie kleine Kinder auf ihre Olympia-Premiere. Zeit zur Eingewöhnung ist ihnen aber nicht vergönnt.