Für einige ist es historisch – am Wochenende findet der erste Christopher Street Day in Kulmbach statt. Unter dem Motto „Kulmbach braut Vielfalt“ zieht die Demonstration für Gleichberechtigung, Toleranz und queere Rechte am Samstag Nachmittag (29.08.) durch die Stadt. Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin im Juli haben wir die Hauptorganisatorin Eva Drechsler gefragt, ob es da Bedenken für den CSD in Kulmbach gab:
Klar, wir waren natürlich alle geschockt. Wir waren wirklich fertig am Anfang, als wir das mitbekommen haben. Für uns war natürlich aber relativ schnell klar, okay, jetzt erst recht nicht unterkriegen lassen. Wir dürfen auf keinen Fall zulassen, dass Menschen aufgrund so einer Gewalttat sich jetzt fragen: kann ich jetzt für meine Menschenrechte, für meine Grundrechte auf die Straße gehen? Oder habe ich zu sehr Angst dafür? Und dann haben wir gesagt, nein, wir wollen zeigen, wir sind da.
Die Parade startet am Gasfabrikgässchen. Die Route wurde angepasst, für bessere Sicherheitsvorkehrungen. Der Demonstrationszug endet am Nachmittag auf dem Kulmbacher Marktplatz.
Dort sind bis etwa 16 Uhr verschiedene Redebeiträge, Musik und ein Bühnenprogramm geplant. Ab ca. 16 Uhr 30 gibt es eine Aftershow-Party in der Kulturschule in Gössmannsreuth mit Live-Musik, DJs, Food-Trucks und verschiedenen Mitmachangeboten. Um 16 Uhr 15 fährt ein kostenloser Busshuttle ab dem Kulmbacher ZOB.
red