Gymnasium Schongau

Bürgermeister: «Schwarzer Tag» - Krisenteams an der Schule

09. Juli 2026 , 11:42 Uhr

Am Tag nach der Messerattacke an einer Schule in Schongau steht die Aufarbeitung des Geschehens im Vordergrund. Wie Betroffene unterstützt werden - und was der Bürgermeister dazu sagt.

Nach der mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau hat der Erste Bürgermeister von Schongau, Thomas Schleich, den Betroffenen Unterstützung zugesagt. «Es ist ein schwarzer Tag für Schongau», sagte Schleich. «Wir werden im Rathaus greifbar sein für Leute, die einen Ansprechpartner brauchen.» 

Man könne unter anderem Kontakte herstellen, etwa wenn Menschen Betreuung bräuchten. «Es gilt, dass wir gemeinsam daran arbeiten; Gespräche führen», sagte Schleich. Bei einer Messerattacke waren am Vortag zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt worden. Mutmaßlicher Täter ist ein 16-Jähriger. Das Motiv ist unklar. 

Unterricht zweitrangig

«Ich persönlich bin froh, dass die Schule geöffnet hat», sagte der Bürgermeister, der sich am Tag nach der Tat vor Ort ein Bild von der Lage machte. Das könne helfen, dass die Schülerinnen und Schüler in der Klassengemeinschaft und mit den Lehrkräften wieder in ihren normalen Alltag hinein fänden. Sie sollten nun vor allem die Möglichkeit haben, sich auszutauschen. Damit sei «diese Woche der Unterricht eher zweitrangig». 

Laut einem Sprecher des zuständigen Landratsamtes sollen Kriseninterventionsteams für Gespräche vor Ort sein und den Schülern und Lehrern helfen, um das zu verarbeiten, was am Mittwoch an ihrer Schule geschehen ist. 

«Man ist aufs Mark getroffen. Man macht sich viele Gedanken», sagte Schleich weiter. «Ich bin auch Familienvater. Ich habe drei Kinder, und zwei Kinder gehen hier auch zur Schule.»

Quelle: dpa

 

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