Vier Verletzte

Zwei Vermisste nach zerstörerischer Explosion in Regensburg

28. Oktober 2026 , 12:25 Uhr

In dem Mehrfamilienwohnhaus klafft ein riesiges schwarzes Loch in der Fassade. Es gibt Verletzte, selbst Tote werden befürchtet. Warum es dauert, das zu klären.

Bei einer zerstörerischen Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Regensburg sind vier Menschen teilweise schwer verletzt worden. Auch ein Polizist wurde wegen einer Rauchvergiftung vorübergehend im Krankenhaus behandelt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz sagte. Zudem bestanden Befürchtungen um den Zustand weiterer Bewohner. «Besonders kritisch ist die Lage für zwei Personen, die derzeit noch im Gebäude vermutet werden und als vermisst gelten.» Fatal: Die Rettungskräfte konnten zunächst nicht zu den vier völlig zerstörten Wohnungen vordringen.

Bild der Zerstörung

Denn die Schäden sind gewaltig. Wo bislang Menschen lebten, klafft in dem langgezogenen Mehrfamilienhaus nun über zwei Etagen ein riesiges schwarzes Loch. Die Fassade ist verschwunden, was an Trümmern übrig blieb, ist schwarz vor Ruß. Auch nach Abschluss der eigentlichen Löscharbeiten zog Rauch aus dem zerstörten Gebäudeteil.

Die Ursache blieb zunächst unklar. Angesichts des lauten Knalls und der massiven Schäden sei aber klar, dass es sich um eine Explosion gehandelt haben müsse, sagte ein Polizeisprecher. «Warum das aber passiert ist, das gilt es im Nachgang durch Brandermittler der Kriminalpolizei Regensburg herauszufinden.»

Häuser gelten als einsturzgefährdet

Zwischenzeitlich gab es seitens der Polizei bereits die Vermutung, dass es sich um eine Gasexplosion handeln könnte. Grundsätzlich gibt es laut Feuerwehr Gas im Gebäude. Die Brandermittler waren am späten Vormittag bereits vor Ort, konnten die betroffenen Wohnungen selbst allerdings noch nicht betreten. Denn das Haus sowie zwei angrenzende Häuser galten als einsturzgefährdet. 

«Nachdem das Gebäude vom Technischen Hilfswerk noch ertüchtigt werden muss, wird sich das Ganze noch sehr lange hinziehen», erläuterte der Polizeisprecher. Erst wenn die Statik gesichert sei, könne auch nach möglichen Opfern gesucht werden. Anfangs war von drei Vermissten die Rede gewesen, später sprach die Polizei von zwei Menschen, die noch im Gebäude vermutet würden. «Wir gehen davon aus, dass vier Wohnungen unmittelbar von der Explosion betroffen sind», schilderte der Sprecher. 

Anwohner hatten der Polizei gegen 4.00 Uhr in der Nacht einen lauten Knall gemeldet. «Es kam zu einer Explosion in einem Wohnhaus und in der Folge dessen zu einem größeren Brandgeschehen», schilderte der Polizeisprecher den Ablauf. Auch von einem Feuerball war die Rede.

Polizei sucht nach Zeugen

27 Bewohner der drei betroffenen Gebäude wurden laut Feuerwehr vorübergehend in einem Gasthaus untergebracht. Für sie sollen nun Unterbringungsmöglichkeiten gefunden werden.

Die Feuerwehr war mit etwa 100 Personen im Einsatz. Zudem waren zahlreiche Rettungswagen vor Ort. Die Polizei bat potenzielle Zeugen, die sich am frühen Morgen in der Nähe aufgehalten haben, sich bei der Kripo zu melden.

Quelle: dpa

 

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