Daumen hoch oder Buh-Rufe - Bayreuther Kinder führen Geschwindigkeitskontrollen durch

29. Oktober 2026 , 05:20 Uhr

Statistisch gesehen verunglückt alle 17 Minuten ein Kind im Straßenverkehr. Umso wichtiger ist die Verkehrserziehung in Schulen. An mehreren Grundschulen in Bayreuth findet derzeit das Projekt „Auf die Bremse, fertig, los!“ statt.

Ins Leben gerufen wurde es von der gGKVS (gemeinnützigen Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit) zusammen mit der gGwH (gemeinnützigen Gesellschaft für wertorientiertes Handeln mbH). Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler für Geschwindigkeiten und Bremswege zu sensibilisieren. Jonas, von der gGKVS sagt:

Wir machen das Verkehrserziehungsprojekt, um den Kindern so ein bisschen näher zu bringen, wie schnell manche Leute unterwegs sind und dass natürlich auch viele gerne mal abgelenkt sind, dass man sie da einfach schon früh sensibilisiert und darauf vorbereitet.

Im ersten Teil des Projekts lernen die Drittklässler durch Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen, wie sich Geschwindigkeiten und Anhaltewege mit den eigenen Sinnen einschätzen lassen.

Anschließend geht es für die Kinder raus auf die Straße. Ausgestattet mit Messgeräten ermitteln sie die Geschwindigkeit von vorbeifahrenden Autos. Wer sich an das Tempolimit hält, wird von den kleinen „Blitzern“ mit einem grünen Daumen und tosendem Applaus belohnt. Wer hingegen zu schnell unterwegs ist, bekommt einen roten Daumen nach unten und wird, mit reichlich Action und Spaß, ausgebuht.

Also es ist ja auch nicht strafrechtlich relevant. Natürlich ist es schöner für die Kinder, wenn natürlich auch ein paar Autofahrer zu schnell fahren, weil es ist Action, es ist Buh, es ist roter Daumen!

Unsere Autofahrer in Bayreuth müssen durch die Kontrolle also keine Konsequenzen befürchten. Selbst wenn zur Abholzeit mal die eigenen Eltern „rot auslösen“, überwiegt am Ende der Humor. Auch wenn der ein oder andere in der 30er-Zone erst schmunzeln muss.

Zum Abschluss des Projekttags erhalten alle teilnehmenden Kinder den Titel „Tempo-Checker“ sowie eine kleine Belohnung. Einen reflektierenden Stern zum Anstecken, der für mehr Sicherheit auf dem zukünftigen Schulweg sorgen soll.

ao

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