Bayreuth Tigers: Amtsgericht bestellt vorläufigen Insolvenzverwalter

26. Januar 2024 , 09:52 Uhr

PLUTA-Rechtsanwalt Roeger ist vorläufiger Insolvenzverwalter der Bayreuth Tigers Eishockey GmbH

Die Bayreuth Tigers Eishockey GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Bayreuth ordnete mit Beschluss vom 26. Januar 2024 die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Peter Roeger von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Die Bayreuth Tigers Eishockey GmbH wurde 2017 gegründet und regelt seither die Teilnahme der ersten Eishockey-Herrenmannschaft am Spielbetrieb in einer der Ligen im deutschen Eishockeysport und übernimmt sämtliche Vermarktungstätigkeiten. Die Herrenmannschaft spielt seit 2023 in der Oberliga Süd.

Rechtsanwalt Roeger wird nun Gespräche mit den Verantwortlichen der Gesellschaft und dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) führen. Er wird in den kommenden Tagen die Voraussetzungen prüfen, damit die Eishockeymannschaft den Spielbetrieb bis zum Ende der laufenden Saison fortführen kann. Das kommende Heimspiel der Bayreuth Tigers, das laut Spielplan am Sonntag, 28. Januar 2024, im Kunsteisstadion Bayreuth stattfinden soll, muss kurzfristig verschoben werden und wird voraussichtlich am 17. Februar 2024 nachgeholt. Das Auswärtsspiel am kommenden Dienstag, 30. Januar 2024, kann aller Voraussicht nach durchgeführt werden.

PLUTA-Anwalt Roeger erklärt: „Wir werden in den nächsten Tagen mit Hochdruck daran arbeiten, damit die Mannschaft trotz des laufenden vorläufigen Insolvenzverfahrens weiter am Spielbetrieb teilnehmen kann. Wenn alle Beteiligten mit uns an einem Strang ziehen, dann sollte das Heimspiel am 4. Februar planmäßig stattfinden. Ich hoffe auf große Unterstützung in den nächsten Tagen und Wochen.“

Sobald die Details geklärt sind, wird der vorläufige Insolvenzverwalter über den aktuellen Stand bezüglich des Spielbetriebs informieren. Eine positive Nachricht gibt es bereits für die Spieler. „Wir haben bereits geprüft, ob die Gehälter der Mannschaft über das Insolvenzgeld gesichert werden können. Das ist der Fall. Alle Spieler werden demnach bis Ende Februar Insolvenzgeld erhalten“, so Roeger. Das letzte Spiel der regulären Saison findet am 25. Februar 2024 statt.

Peter Roeger ist Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht. Er wird im Verfahren unterstützt von Diplom-Wirtschaftsjurist Holger Christian Buehler.

red

Das könnte Dich auch interessieren

17.07.2026 Bayreuth Tigers werden abgewickelt Sportlich war längst Schluss, jetzt beginnt auch juristisch das Ende. Das Amtsgericht Bayreuth hat das Insolvenzverfahren über die Spielbetriebsgesellschaft der Tigers eröffnet. Grund sind Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Insolvenzverwalter Peter Roeger will nun das vorhandene Vermögen sichern und verkaufen. Dazu gehört vor allem das Inventar. Eine Rettung oder die Suche nach einem neuen Investor ist diesmal 05.08.2026 Stadt soll wichtige Tigers-Ausstattung sichern Der Insolvenzverwalter der Tigers Bayreuth-Spielbetriebsgesellschaft hat angekündigt, die Insolvenzmasse zu veräußern, sprich: zu Geld machen zu wollen. Da soll jetzt das Rathaus zuschlagen. Das fordert die SPD-Fraktion im Stadtrat. In einem Dringlichkeitsantrag heißt es, die Stadt solle prüfen, welche Ausstattung für eine Fortführung des Eishockeysports in Bayreuth gebraucht wird – zum Beispiel Teile der Kabinen 03.07.2026 Pächter der Zunftstube in Kulmbach überschuldet Seit Wochen besteht das Gerücht, die Zunftstube in Kulmbach sei insolvent. Jetzt ist es sicher. Pächter Guido Kögel ist seit Wochen untergetaucht, an der Tür hängt ein Schild, dass die Gaststätte wegen Krankheit vorübergehend geschlossen sei. Laut Bayerischer Rundschau ist gestern der Insolvenzantrag gestellt worden, wegen finanzieller Schieflage und Überschuldung, die den Pächter zur Schließung 24.04.2026 Ermittlungen gegen selbsternannten Tigers-Retter Agateljan Gegen den vermeintlichen Retter der Tigers Bayreuth, Mikael Agateljan, laufen Ermittlungen. Die Polizei in Tschechien hat jetzt eine Fahndnung nach dem 37-jährigen Armenier gestartet. Zum Hintergrund machen die Behörden keine Angaben. Nachdem sich das Unternehmen Onesto aus seinem Engagement für die Tigers zurückgezogen hatte, war Agateljan im März zunächst als angeblicher Vertreter einer US-Investorengruppe in