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Baumaschinenspezialist Zeppelin wächst durch Rekordzukauf

15. April 2026 , 14:15 Uhr

Durch den größten Zukauf der Firmengeschichte kann Zeppelin nun auch in den Niederlanden und Norwegen Caterpillar-Maschinen vertreiben. Wie der Konzern auf die Zukunft blickt.

Der Baumaschinenspezialist Zeppelin ist im vergangenen Jahr durch einen großen Zukauf deutlich gewachsen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent auf gut 4,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Friedrichshafen mitteilte. Zeppelin vertreibt Bau- und Landmaschinen – vor allem der US-Marke Caterpillar. Außerdem ist der Konzern in den Bereichen Antrieb und Energie tätigt und vertreibt unter anderem große Motoren für die Industrie und Schiffe.

Das Ergebnis vor Steuern wuchs im Vorjahresvergleich um gut ein Viertel auf 135 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben davon 94,3 Millionen Euro übrig. Maßgeblicher Treiber des Wachstums sei der Kauf der Pepp Group gewesen. Durch die Übernahme kann Zeppelin nun auch Caterpillar-Produkte in den Niederlanden und Norwegen vertreiben und Services für diese anbieten. Es handelt sich demnach um den größten Zukauf der Unternehmensgeschichte.

Zeppelin-Chef erwartet weiteres Wachstum

Trotz eines herausfordernden Umfelds war 2025 nach Angaben von Zeppelin-Chef Matthias Benz ein Jahr des Fortschritts und wichtiger Weichenstellungen. Für das laufende Jahr gab sich der Manager vorsichtig zuversichtlich: In den ersten Monaten hätten sich große geopolitische und weltwirtschaftliche Herausforderungen gezeigt, wird Benz in einer Mitteilung zitiert. «Dennoch sollte Zeppelin auch 2026 auf Wachstumskurs bleiben, sofern sich keine noch größeren Verwerfungen auftun.» 

Bei voller Konsolidierung des Zukaufs rechnet die Gruppe im laufenden Jahr mit einem Umsatz von rund 5 Milliarden Euro. Künftig will Zeppelin auch von den Entwicklungen in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, Infrastruktur und resiliente Energieversorgung profitieren. 

Konzern gehört Stiftung vom Bodensee

Die Konzernzentrale von Zeppelin liegt in Garching bei München, der juristische Sitz in Friedrichshafen. Das Unternehmen gehört – wie der angeschlagene und hoch verschuldete Autozulieferer ZF größtenteils – der Zeppelin-Stiftung. Die Stiftung geht auf den Luftschiffbauer Ferdinand Graf von Zeppelin zurück und wird von der Stadt am Bodensee verwaltet.

Quelle: dpa

 

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