Scharfe Kritik an den Bayreuther Festspielen: Eigentlich hätte Michel Friedman einen Auftritt gehabt. Charlotte Knobloch bezeichnet die Absage als „Bankrotterklärung“. Das meldet der evangelische Pressedienst. Friedman sollte zum Auftakt der 150. Festspiele über Antisemitismus, Richard Wagner und die NS-Vergangenheit der Festspiele sprechen. Die Festspielleitung hatte den Auftritt aus Sicherheitsbedenken abgesagt. Knobloch hält das faktisch für eine Ausladung. Das Vorgehen sei unprofessionell und würdelos und die Festspiele hätten damit eine wichtige Gelegenheit zur Aufarbeitung ihrer Vergangenheit verpasst. Öffentlich war die Veranstaltung bisher nicht bekannt, weil sie weder im Festprogramm stand, noch ein Vorverkauf stattgefunden hatte.
fh