Die unterfränkische Stadt Lohr am Main hat wegen der monatelangen Trockenheit ihre Verbote beim Wasserverbrauch auf weitere Stadtteile erweitert. Wie das Rathaus mitteilte, appellieren die Stadtwerke mit Nachdruck an alle Bürgerinnen und Bürger, Wasser zu sparen.
Die Wasserampel steht in Ruppertshausen, Sackenbach, Pflochsbach, Halsbach und auch in Lohr und Linding auf Rot. Rund 9.500 Einwohnerinnen und Einwohner sind von der Wasserknappheit betroffen.
Fortan ist dort unter anderem Rasensprengen mit Trinkwasser untersagt. Haushalte dürfen Hausfassaden und Terrassen sowie Wege nicht mehr mit Trinkwasser reinigen. Laut Verwaltung sind auch Autowäschen verboten. Die Einschränkungen sollen sicherstellen, dass noch genügend Trink- und Löschwasser zur Verfügung steht.
Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ist Mainfranken die wärmste Klimaregion Bayerns. Durch den deutlich zu warmen und trockenen Sommer ist der Grundwasserspiegel vielerorts stark abgesunken. Nicht nur im Spessart kämpfen Mensch und Natur gegen die Trockenheit. Auch in anderen Orten Bayerns wie der Landeshauptstadt München wurden deshalb im laufenden Jahr schon Verbote beim Trinkwasserverbrauch erlassen.
Quelle: dpa