Anklage gegen drei mutmaßliche russische Spione aus Bayreuth

31. Dezember 2024 , 05:41 Uhr

Gegen drei Deutsch-Russen aus Bayreuth hat die Bundesanwaltschaft jetzt Klage erhoben. Der Vorwurf: geplante Sabotageakte und Spionage für den russischen Geheimdienst. Sie sollen unter anderem Einrichtungen der US-Streitkräfte hier in der Region, einen Verladebahnhof in der Oberpfalz und eine Werkzeugfabrik ausgekundschaftet haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie damit Informationen über potenzielle Anschlagsziele gesammelt haben. Gegen einen der Verdächtigen läuft außerdem ein Verfahren am Oberlandesgericht München wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Volksrepublik Donezk“.

Der Fall hatte im April in Deutschland hohe Wellen geschlagen. Außenministerin Annalena Baerbock hatte deswegen auch den russischen Botschafter einbestellt.

mso

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2026 Geschworene beraten in Wien im Prozess um Russland-Spionage Ein Ex-Verfassungsschützer mit mutmaßlichen Verbindungen zum international gesuchten Jan Marsalek: In einem Prozess um Spionage für Moskau steht ein Urteil bevor. Weitere Ermittlungen laufen bereits. 04.05.2026 Österreich weist drei russische Botschaftsmitarbeiter aus Auffällige Satellitenantennen, Spionageverdacht und ein diplomatischer Eklat: Warum Österreich drei Russen des Landes verweist. 08.12.2025 Darknet-Ermittler schlagen zu: 36-Jähriger aus Bayreuth angeklagt Die Zentralstelle Cybercrime in Bamberg hat jetzt Anklage gegen einen 36-jährigen Bayreuther erhoben. Ihm wird vorgeworfen, auf der kinderpornografischen Darknet-Plattform „Alice in Wonderland“ aktiv gewesen zu sein und in mehreren Fällen Dateien hochgeladen zu haben. Auf der Plattform teilten weltweit mehr als 100.000 Mitglieder kinderpornografisches Material. Bei einer Hausdurchsuchung im Juli 2024 fand die Polizei 05.09.2025 Kinderpornografie und Vergewaltigung - Generalstaatsanwaltschaft erhebt Anklage Schwerer Missbrauchsprozess vor dem Landgericht Hof. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hat Anklage gegen einen 30-jährigen Ex-Soldaten aus dem Landkreis Hof erhoben. Ihm wird unter anderem mehrfach schwere Vergewaltigung von sechs Frauen zwischen 2015 und 2022 vorgeworfen – teils unter massiver Gewalt – und teilweise gefilmt. Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler zudem Waffen, Munition und kinderpornografische Dateien.