Besuch bei Helfern

Angelina Jolie besucht Grenzübergang nach Gaza

02. Januar 2026 , 16:33 Uhr

Der wichtige Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen bleibt weiter geschlossen. US-Schauspielerin Angelina Jolie verschafft sich dort nun einen Überblick.

Die US-Schauspielerin Angelina Jolie hat die ägyptische Seite des Grenzübergangs Rafah zum Gazastreifen besucht. Beim Ägyptischen Roten Halbmond verschaffte sie sich einen Überblick zu laufenden Hilfsmaßnahmen für den abgeriegelten Küstenstreifen, wie es aus Kreisen der Hilfsorganisation hieß.

Jolie sei vom zuständigen Gouverneur empfangen worden. Er habe sie bei ihrer Tour begleitet. Arabische Medien berichteten, dass auch ein Vertreter des US-Außenministeriums anwesend war. 

Den Informationen zufolge hat sie in einer symbolischen Geste dabei geholfen, Hilfsgüter für Gaza zusammenzupacken. Jolie bedankte sich demnach für die Bemühungen Ägyptens. Sie habe zudem die entscheidende Rolle der Freiwilligen und Mitarbeiter bei der effizienten Organisation und Verteilung der Hilfsgüter trotz der zahlreichen Herausforderungen gelobt.

Besuch bei verletzten Palästinensern

Am Abend wird sie im Krankenhaus im nahegelegenen al-Arisch erwartet. Dort will sie ägyptischen Angaben zufolge verletzte Palästinenser aus dem Gazastreifen treffen.

Jolie war über viele Jahre Sondergesandte des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Auch heute besucht sie immer wieder Konflikt- und Krisenregionen weltweit, um auf das Leid von Zivilistinnen und Zivilisten aufmerksam zu machen.

Übergang bleibt geschlossen

Rafah ist der einzige Grenzübergang des Gazastreifens, der nicht direkt nach Israel führt. Im Zuge des Gaza-Krieges wurde der Übergang geschlossen. Hilfslieferungen werden derzeit zwar in Rafah abgewickelt, gelangen aber nur durch den nahegelegenen und von Israel kontrollierten Grenzübergang Kerem Schalom an die notleidende Bevölkerung. Menschenrechts- und Hilfsorganisation fordern seit langem eine Öffnung des wichtigen Übergangs in Rafah.

Auslöser des Kriegs war das Massaker der Hamas und anderer extremistischer Organisationen in Israel, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere in den Gazastreifen verschleppt wurden. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Gazastreifen. In den zwei Jahren des Gaza-Kriegs wurden laut lokaler Behörden mehr als 70.000 Palästinenser getötet. Seit dem 10. Oktober gilt eine Waffenruhe. Es kommt jedoch weiterhin zu gewaltsamen und auch tödlichen Zwischenfällen.

Quelle: dpa

 

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