Alzheimer-Studie: Klinik für Neurologie in Bayreuth sucht Patienten

12. Juli 2023 , 15:05 Uhr

Lässt sich Alzheimer aufhalten? Noch klingt es wie Zukunftsmusik. Jetzt macht die Klinik für Neurologie der Klinikum Bayreuth GmbH Hoffnung. An der Hohen Warte gibt es in den kommenden beiden eine Alzheimer Studie. Und dafür such der zuständige Arzt, Prof. Dr. Patrick Oschmann und sein Team Teilnehmer.

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Zusätzlich zu einem zweifelsfreien Nachweis von Amyloid-Ablagerungen, müssen für die Studienteilnahme weitere Kriterien erfüllt sein. Die Wesentlichen sind:

Eine Studienteilnahme ist nicht möglich, wenn:

Weitere Kriterien können Interessierte direkt mit den Mitarbeitern im Studienzentrum der Klinik für Neurologie besprechen.

 

Wie läuft die Studie ab?

Im Vorfeld einer möglichen Studienteilname sind verschiedene diagnostische Untersuchungen notwendig: körperliche und neurologische Untersuchung, Untersuchung des Blutes und Urins, EKG (Elektrokardiogramm), bildgebende Verfahren vom Kopf und Test zur Beurteilung der kognitiven Fähigkeiten (Gedächtnis, Sprache, logisches Denken und Wahrnehmung). Dies ist notwendig, um die Eignung für eine Teilnahme an der Studie zu überprüfen. Dieses Auswahlverfahren dauert etwa acht Wochen. Während des anschließenden des Behandlungszeitraums erhalten zwei Drittel der ausgewählten Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zwei Jahre lang das Medikament in vierwöchigem Rhythmus als Infusion. Ein Drittel erhält ein Placebo. Während dieser zwei Jahre findet eine engmaschige Betreuung mit umfangreicher Dokumentation statt. Patientinnen und Patienten müssen also bereit sein, in regelmäßigen Abständen in die Klinik zu kommen. Bei bestimmten Untersuchungsterminen ist die Begleitung durch den Studienpartner oder die Studienpartnerin erforderlich. An den Behandlungszeitraum schließt sich noch einmal eine 18-wöchige Nachbeobachtungsphase an.

 

Wie wirkt das Medikament?

In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Studien zu drei Medikamenten durchgeführt, die erstmals an der Ursache von Alzheimer ansetzen. Sie sollen die schädigenden Eiweißablagerungen im Gehirn, die Alzheimer auslösen können, abbauen. Die Studien, die in der USA und in Europa durchgeführt wurden, zeigten: Der Prozess funktioniert. Das Studien-Medikament wirkt proteinbezogen. Es ist in der Lage, ein bestimmtes Eiweiß zu erkennen, das Beta-Amyloid, und dessen Abbau zu fördern. Dieses ist zwar nicht das einzige, aber einer der häufigsten Eiweiß-Komplexe, die für die Alzheimer-Erkrankung ursächlich sein können. „Aus diesem Grund muss bereits die Auswahl der Studienteilnehmer gewissenhaft erfolgen“, sagt Prof. Oschmann. Durch bildgebende Verfahren, wie sie am Klinikum Bayreuth in der Klinik für Nuklearmedizin möglich sind, lässt sich die Ablagerung von Beta-Amyloid nachweisen. „Dieser Nachweis ist im Vorfeld unerlässlich.“

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