Gericht

Alpentour endete in Rettungsaktion: Geldbuße für Lehrer

06. Februar 2026 , 14:15 Uhr

Eine Schülergruppe gerät im Sommer 2024 bei einer Alpenüberquerung in Österreich in Schnee und eine alpine Notsituation. Der Fall beschäftigte nun die Justiz.

Eineinhalb Jahre nach einer gescheiterten Alpentour mit Schülern aus Niederbayern hat der damalige Lehrer eine Geldbuße in Höhe von 8.500 Euro auferlegt bekommen. Das teilte eine Sprecherin des Landesgerichtes Innsbruck mit. Der Mann habe die Geldbuße akzeptiert und bereits bezahlt, die Sache sei somit erledigt.

Ein für kommenden Dienstag (10. Februar) angesetzter Prozesstermin am Bezirksgericht in Zell am Ziller (Tirol) entfällt demnach. Dem Lehrer war der Justizsprecherin zufolge fahrlässige Gemeingefährdung vorgeworfen worden.

Alpenüberquerung per Fahrrad

Die Schülergruppe aus dem Landkreis Landshut war im Juli 2024 im Zuge einer Projektarbeit mit zwei Lehrkräften und weiteren erwachsenen Begleitpersonen zu einer Alpenüberquerung per Fahrrad nach Jesolo an der italienischen Adria aufgebrochen. Wie die Polizei damals berichtete, gerieten sie auf der Etappe zwischen Zell am Ziller und Prettau in Südtirol in teils einen halben Meter tiefen Schnee und mussten ihre Fahrräder tragen.

Der Gruppenleiter tätigte dann angesichts der erschwerten Bedingungen, der Erschöpfung der Teilnehmer und der fortgeschrittenen Stunde einen Notruf. Die elf Schüler und sieben Begleitpersonen wurden von Polizeihubschraubern zu einer Alm geflogen und von dort aus von Einsatzkräften der Bergrettung Mayrhofen ins Tal begleitet.

Quelle: dpa

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