Verkehrsclub

ADAC-Mitgliedern droht deutliche Preiserhöhung

24. März 2026 , 15:46 Uhr

Sechs Jahre waren die Beiträge stabil, nun könnten sie einem Bericht zufolge stark steigen. Der Verkehrsclub bestätigt Überlegungen, nennt aber keine Zahlen. Entscheiden muss die Hauptversammlung.

Millionen ADAC-Mitgliedern könnte eine deutliche Beitragserhöhung bevorstehen. «Nach sechs Jahren mit stetig steigenden Kosten muss auch der ADAC über eine Beitragsanpassung nachdenken», sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Einem Bericht des «Business Insider» zufolge könnte der Anstieg – je nach Tarif – zwischen knapp 20 und gut 25 Prozent liegen. Das Medium beruft sich dabei auf interne Dokumente. Die Entscheidung trifft die Hauptversammlung des Vereins am 23. Mai, gültig würde sie dann wohl erst ab 2027.

Aktuell liegen die Preise für eine ADAC-Einzelmitgliedschaft zwischen 54 und 139 Euro pro Jahr. Die vom Business-Insider genannten möglichen neuen Preise reichen von 64 bis 174 Euro für eine Person. Der ADAC kommentierte diese Zahlen nicht, wies aber auf die «außergewöhnliche Kostenentwicklung der letzten Jahre» hin, von der auch er betroffen sei. 

Hohe Kosten

«Das gilt vor allem für hohe Energiekosten sowie für die Aufwände für Personal, Ersatzteile, Abschlepp- und Werkstattleistungen», sagt die Sprecherin. «Seit 2020 sind die Lebenshaltungskosten um 23,7 Prozent gestiegen, der Autokostenindex um über 30 Prozent.»

Seit sechs Jahren habe man die Beiträge dennoch nicht erhöht und auch die Leistungen nicht eingeschränkt. Allein bei der Pannenhilfe seien 2025 rund 180 neue Straßenwachtfahrer eingestellt worden. Zudem habe man die Leistungen mit Schlüsselnotdienst oder Fahrradpannenhilfe erweitert. Der ADAC arbeite nicht gewinnorientiert, betont die Sprecherin. «Es muss aber sichergestellt sein, dass Aufwände und Kosten getragen, Leistungen für Mitglieder erbracht sowie Satzungszwecke erfüllt werden können.»

Dem Bericht des «Business Insider» zufolge soll es innerhalb des ADAC Diskussionen geben, ob angesichts der Kosten alle Leistungen weiter angeboten werden sollen.

Quelle: dpa

 

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