Champions League

Real und PSG gewinnen Playoff-Hinspiele, Eklat um Vinicius

17. Februar 2026 , 23:06 Uhr

Real Madrid gewinnt diesmal bei Benfica. Im Mittelpunkt steht eine mutmaßlich rassistische Beleidigung von Vinicius Jr. Titelverteidiger Paris gewinnt ebenso wie Galatasaray.

Real Madrid hat sich im Playoff-Hinspiel bei Benfica Lissabon für die dramatische Niederlage zum Ende der Gruppenphase revanchiert. Vinicius Jr. erzielte beim 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg den Treffer des Tages (50. Minute) – und löste danach eine minutenlange Spielunterbrechung aus. Nach einer verbalen Auseinandersetzung mit dem Argentinier Gianluca Prestianni gab Vinicius bei Schiedsrichter Francois Letexier an, rassistisch beleidigt worden zu sein und verließ den Platz. 

Erst nach langen Diskussionen, unter anderem mit Lissabons früherem Real-Trainer José Mourinho, ging die Partie weiter. Der Portugiese sah in der Schlussphase wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte, nachdem er vehement einen Platzverweis gegen Vinicius gefordert hatte – und wird somit seine Rückkehr ins Bernabeu im Rückspiel verpassen.

Madrid, mit dem in dieser Saison oft verletzten deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger in der Startformation, ließ sich von den Portugiesen drei Wochen nach dem letzten Aufeinandertreffen nicht erneut düpieren. Am letzten Spieltag der Gruppenphase hatte Benfica-Torhüter Anatolij Trubin Lissabon in letzter Minute in die Playoffs geköpft – ebenso wie Real.

Titelverteidiger gewinnt französisches Duell

Champions-League-Titelverteidiger Paris Saint-Germain hat nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch mit 3:2 (2:2) das französische Duell bei der AS Monaco gewonnen. Monaco, ohne den erkrankten Thilo Kehrer gegen seinen Ex-Club, ging durch zwei frühe Treffer von Folarin Balogun in Führung (1./18.). 

Vitinha verpasste zunächst den möglichen Anschlusstreffer, als er mit einem Foulelfmeter am Deutsch-Schweizer Torhüter Philipp Köhn scheiterte (22.). Doch der für den angeschlagenen Weltfußballer Ousmane Dembélé früh eingewechselte Desiré Doué (29./67.) sowie Achraf Hakimi (41.) drehten die Partie. Kurz nach der Halbzeitpause sah Monacos Aleksandr Golowin zudem die Rote Karte (49.).

Galatasaray spielt sich in einen Rausch

Galatasaray Istanbul mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Leroy Sané entschied das erste K.o.-Runden-Spiel seit zwölf Jahren für sich. Der türkische Spitzenclub gewann gegen Juventus Turin klar mit 5:2 (1:2).

Gabriel Sara (15.), Noa Lang (49./75.), Davinson Sanchez (60.) und der ehemalige Münchner Sacha Boey (86.) trafen für den Tabellenführer der türkischen Süper Lig. Juventus konnte die Partie durch die ersten beiden Saison- und Champions-League-Tore von Teun Koopmeiners (16./32.) zwischenzeitlich drehen. Der erst zur Halbzeit beim italienischen Rekordmeister eingewechselte Juan Cabal sah die Gelb-Rote Karte (67.). Sané, der zuletzt vier Spiele verletzt verpasst hatte, wurde in der 70. Minute eingewechselt.

Quelle: dpa

 

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