Tierschutz

44 Katzen aus Münchner Wohnung gerettet

05. Februar 2026 , 11:52 Uhr

Beim Kauf einer jungen Katze im Internet bemerkt der Käufer, dass es dem Tier schlecht geht - und meldet sich bei Tierschützern. Im früheren Zuhause der Katze finden Behörden unhaltbare Zustände.

Wegen unhaltbarer Zustände sind 44 Katzen aus einer Wohnung in München gerettet worden. Bei einer Kontrolle mit dem Veterinäramt und Tierschützern seien die Tiere, darunter neugeborene und trächtige Katzen, eingefangen und in ein Tierheim gebracht worden, bestätigte eine Polizeisprecherin nach einer Mitteilung des Tierschutzvereins. Nach Angaben der Tierschützer deutete der Zustand der 95 Quadratmeter großen Wohnung und der Tiere auf eine Überforderung der Familie hin, die die Tiere hielt. 

Im Herbst 2025 hatte ein Mensch laut Tierschutzverein über ein Onlineportal eine junge Katze gekauft, die unterernährt und ungepflegt gewirkt habe. In ihrem früheren Zuhause fanden Aktive des Tierschutzvereins 28 Katzen auf engem Raum. Mehrere unkastrierte Kater und Jungtiere in unterschiedlichem Alter hätten auf eine unkontrollierte Vermehrung hingewiesen, weshalb die Tierschützer das Veterinäramt dazu riefen. 

Trotz Eingreifen der Behörden noch mehr Jungtiere

Über Monate hinweg seien Kater kastriert worden, um die Situation zu verbessern. Vier der Katzenjungen zeigten nach Angaben der Tierschützer Anzeichen von Inzucht und mussten in einer Tierklinik wegen schwerer Symptome eingeschläfert werden.

Ende Januar durchsuchte die Polizei die Wohnung dann aus anderem Anlass, sagte eine Sprecherin der Polizei. Dabei fanden die Beamten aber mehr Tiere als zuvor und informierten das Veterinäramt. Mit dem Tierschutzverein wurden insgesamt 44 Katzen eingefangen und ins Tierheim gebracht. Die Familie muss laut Tierschutzverein mit einem Haltungsverbot rechnen. Inwieweit die Polizei wegen möglicher Tierschutzverstöße ermittelt, blieb zunächst unklar.

Laut dem Verein werden die Katzen nun im Tierheim München betreut. Sie sollen an verantwortungsvolle Besitzerinnen und Besitzer vermittelt werden, sobald sie fit genug und kastriert worden sind.

Quelle: dpa

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