2. Fußball-Bundesliga

Klose will «anderes Gesicht» sehen - Wer ersetzt Zoma?

24. April 2026 , 15:14 Uhr

Für den 1. FC Nürnberg ist es ein personeller Schlag: Der so treffsichere Stürmer Zoma fehlt verletzt. Trainer Klose will gegen den 1. FC Magdeburg eine Reaktion seiner Mannschaft sehen.

Den Ärger über seine Mannschaft hat Miroslav Klose zuletzt gar nicht versteckt. Unter der Woche hielt der Weltmeister von 2014 seinen Spielern unter anderem mangelhafte Körpersprache vor. Es gab Redebedarf beim 1. FC Nürnberg nach dem mageren Remis in Bielefeld.

«Die Gespräche waren gut mit den Spielern, sie haben sich einsichtig gezeigt, sie haben das absolut verstanden», meinte Klose anschließend. Der Trainer der Franken will nach zuletzt nur zwei Zählern aus den vergangenen drei Spielen gegen abstiegsbedrohte Konkurrenten eine Reaktion seiner Kicker sehen. «Es bringt nix, wenn wir viel reden und analysieren. Wenn der Schiedsrichter anpfeift, dann muss man liefern.»

Von 38 auf über 40

Und das soll gegen den ebenfalls gefährdeten 1. FC Magdeburg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) passieren. Der Club will da nämlich die 40-Punkte-Marke in der 2. Fußball-Bundesliga knacken. Es wird auch Zeit.

«Von einem Muss würde ich nicht sprechen», meinte Klose. «Wir wissen, was Magdeburg auch auswärts imstande ist, zu leisten. Wir wollen aber einfach ein anderes Gesicht zeigen.» Es gelte, «eine gute, intensive Leistung zu zeigen.» Aktuell hat der FCN nach 30 Spieltagen 38 Zähler auf seinem Konto.

Gegen die Magdeburger müssen die Franken aber auf Topstürmer Mohamed Ali Zoma verzichten. Der 22-Jährige muss wegen einer Oberschenkelverletzung pausieren, die er beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld erlitten hat.

Lubach als Zoma-Ersatz? 

«Dafür trainierst du, um genau diese Spielzeit zu bekommen und auf dich aufmerksam zu machen», meinte Klose über Ersatzkandidaten für den in dieser Saison schon elfmal erfolgreichen Zoma. Eine Variante wäre der Einsatz von Rafael Lubach. Der Mittelfeldspieler war schon zuletzt in Bielefeld für Zoma in der 25. Minute eingewechselt worden.

Vier Spieltage vor dem Saisonende will Klose von seiner Mannschaft jedenfalls vollen Einsatz sehen. Ein Abschenken kann es für den früheren Nationalstürmer nicht geben – zumal vor heimischer Kulisse. Erst die Marke von 40 Punkten knacken – und dann weitermachen. «Das heißt nicht, dass wir uns danach ausruhen», meinte Klose über das avisierte Erreichen des Etappenziels. Ein einstelliger Tabellenplatz soll es aus fränkischer Sicht schon bleiben.

Quelle: dpa

 

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