Vorgetäuschte Liebe teuer bezahlt

Was gibt es Schöneres als sich Hals über Kopf zu verlieben? Gerade am Anfang, wenn man sich noch pausenlos süße Botschaften hin und her schickt. Kritisch wird es nur, wenn die Kommunikation auch im weiteren Verlauf ausschließlich online oder am Telefon abläuft. Dann könnte nämlich auch ein Betrüger dahinterstecken.

Verdacht auf Romance Scamming? Das können Sie tun!

„Romance Scamming“ so heißt die Form des Internetbetrugs, wenn jemand mit einem gefälschten Profil die große Liebe vorgaukelt, um an Geld zu kommen. Wer sichergehen möchte, dass er keinem Betrug zum Opfer fällt, kann sich mit ein paar Tricks behelfen. Zum Beispiel mit der umgekehrten Google-Bilder-Suche, weiß Rhena Hieke-Rössler, Ansprechpartnerin für Internet und Intranet in der Bundesgeschäftsstelle des Weißen Rings: „Mit der umgekehrten Google-Bilder-Suche kann man überprüfen, ob ein Bild vielleicht geklaut oder unter einem anderen Namen verwendet wird. Natürlich kann man aber auch direkt bei seinem Chatpartner nachfragen und um weitere persönliche Fotos bitten oder um einen Videocall. Oft hilft auch die ganz einfache Frage: Was rate ich einer guten Freundin oder einem guten Freund in dieser Situation?“

Tipps für den Ernstfall

Wen ein ungutes Gefühl beschleicht, sollte in jedem Fall misstrauisch bleiben und im Zweifelsfall lieber den Kontakt abbrechen. „Wenn Sie skeptisch sind, sollten Sie vorher ein paar Daten abgespeichert haben, die Sie gegebenenfalls der Polizei übergeben können“, erklärt Rhena Hieke-Rössler. „Im Extremfall können Sie immer noch die Handynummer oder die Mailadresse wechseln.“

Hier finden Betroffene Hilfe

Wer sich unsicher ist oder womöglich bereits in die Falle getappt ist, kann sich auch immer an den Weißen Ring wenden, versichert Rhena Hieke-Rössler: „Wir sind sozusagen die erste Anlaufstelle für Betroffene. Wir leisten Beistand, hören zu und zeigen Auswege auf. Wir sind gut vernetzt und können den Kontakt zu Fachleuten wie Rechtsanwälten und Psychologen herstellen, wenn es erforderlich ist.“

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring e. V.

Weiterführende Informationen

finden Sie unter www.weisser-ring.de