Ein Flugzeug der Luftwaffe mit verletzten Ukrainern an Bord, ist auf dem Flughafen gelandet., © Armin Weigel/dpa

Verwundete aus der Ukraine zur Behandlung eingetroffen

35 verwundete Ukrainerinnen und Ukrainer sind zur medizinischen Behandlung nach Bayern gebracht worden. Sie kamen am Donnerstag mit der Luftwaffe am Flughafen Nürnberg an. Sie stammen aus verschiedenen Behandlungszentren in der Ukraine und haben «kriegstypische Verletzungen», wie das bayerische Innenministerium auf Nachfrage mitteilte. Ob es sich um Zivilisten oder Militärangehörige handele, sei dem Ministerium nicht bekannt; dies spiele auch keine Rolle.

Die Verwundeten waren an Bord eines Airbus A310 der Bundeswehr über Polen nach Nürnberg geflogen worden, wo sie am Nachmittag von rund 100 Rettungskräften in Empfang genommen wurden. Im Anschluss fuhren Rettungswägen sie zu Kliniken in sämtlichen bayerischen Regierungsbezirken. Konkret bleiben acht Patienten in Mittelfranken, je sieben sollten nach Ober- und Unterfranken, vier in die Oberpfalz und je drei nach Oberbayern, Schwaben und Niederbayern gebracht werden.

Die Aktion basiert auf dem sogenannten Kleeblattprinzip, das eine regionale Überlastung von Krankenhäusern und Intensivstationen durch eine gleichmäßige Verteilung und gegebenenfalls auch länderübergreifende Verlegung von Patienten verhindern soll. Es kam auch in der Corona-Pandemie schon zum Einsatz. Dieses System teilt die Bundesrepublik Deutschland in fünf Kleeblattbereiche auf; Bayern ist dabei ein eigenes «Blatt».

«Die Patienten [aus der Ukraine] werden gleichmäßig auf die einzelnen Kleeblattbereiche verteilt», erläuterte ein Ministeriumssprecher. Schon zuvor seien 17 ukrainische Patienten über das System im Freistaat versorgt worden. «Nun ist Bayern wieder an der Reihe, Patientinnen und Patienten aufzunehmen.»