Urteile im Mistelbacher Doppelmordprozess erwartet

Im Fall des Mistelbacher Doppelmord ist ein Vierteljahr unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt worden. Am Montag (23.1.) werden vor dem Landgericht Bayreuth mit Spannung erwartet, wie die Urteile ausfallen.

Im Januar 2022 ist ein Ärztehepaar nachts im Schlafzimmer seines Hauses in Mistelbach ermordet worden. Angeklagt ist der heute 19-jährige Freund der Tochter und  die 17-jährige Tochter  des Ehepaars. Er soll  die Opfer im Schlaf erstochen haben. Die Tochter soll derweil ihre drei jüngeren Geschwister davon abgehalten haben, einzugreifen bzw. Hilfe zu holen. Beide stehen vor Gericht wegen zweifachen Mordverdachts. Wegen ihres jugendlichen Alters und ihrer psychischen Verfassung, ist am ersten Prozesstag die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden.

Spannend wird vor allem das Urteil gegen die Tochter. Die Gerüchteküche in dem Fall kochte ordentlich, unter anderem war die Rede von häufigen Streitigkeiten zwischen ihr und ihren Eltern. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft wurde von Hass der Tochter auf ihre Eltern berichtet.  Neuneinhalb Jahre fordert die Staatsanwaltschaft für sie, ihr Verteidiger verlangt einen Freispruch.

stk