Kiels Spieler jubeln bei der Siegerehrung mit dem Pokal., © Bernd Thissen/dpa

Zwölfter Sieg: Kiel triumphiert im Supercup gegen Magdeburg

Im Konfettiregen und vor Feuerwerk reckten die Handballer des THW Kiel immer wieder den Supercup in die Höhe und genossen jubelnd den Prestigesieg im Duell mit Meister SC Magdeburg.

Durch das 36:33 (16:16) vor 5900 Zuschauern in Düsseldorf sicherte sich der Rekord-Champion und DHB-Pokalsieger zum zwölften Mal die Trophäe und machte damit kurz vor dem Auftakt der Bundesliga-Saison eine deutliche Kampfansage für den Titelkampf.

Nikola Bilyk mit acht Toren und Patrick Wiencek (7) waren in einem dramatischen Spiel beste Werfer beim Sieger. «Wir sind ein Team. Es geht nicht darum, wer die Tore macht. Wir wollen zusammen Titel gewinnen», sagte Österreichs Rückraum-Ass Bilyk im TV-Sender Sky, «ich freue mich irrsinnig auf diese Liga dieses Jahr. Es wird unglaublich spannend und die Vorfreude ist riesengroß.»

Der THW erwischte den besseren Start

Die Magdeburger, bei denen Omar Ingi Magnusson sechsmal traf, verließen das Parkett mit hängenden Köpfen. «Ich bin superenttäuscht, weil wir viel investiert haben. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gern gewinnen. Das war für uns alles andere als ein Vorbereitungsspiel. Dafür haben wir heute doch ein paar Sachen vermissen lassen», sagte Trainer Bennet Wiegert.

Der THW, der noch einige Monate ohne seine verletzten Leistungsträger Hendrik Pekeler und Sander Sagosen auskommen muss, erwischte den besseren Start und erarbeitete sich einen früheren Drei-Tore-Vorsprung (5:2/7.). Der Meister aus Magdeburg kam zunächst überhaupt nicht in sein gefürchtetes Tempospiel und zeigte im Abschluss einige Schwächen. Beim Stand von 3:8 nahm Wiegert eine erste Auszeit, in der er sein Team lautstark aufrüttelte.

Der Vereinsweltmeister konnte den Rückstand danach zwar ein wenig verkürzen, der Anschluss gelang zunächst aber nicht. Das lag vor allem an THW-Torwart Niklas Landin, der ein gewohnt starker Rückhalt seines Teams war und die Magdeburger mit zahlreichen Paraden entzauberte.

Die Kieler hatten auch das bessere Ende für sich

Zudem hatte die Kieler Abwehr das isländische Rückraum-Duo Gisli Kristjansson und Magnusson gut im Griff. Beide brachten es in der ersten Halbzeit zusammen auf gerade einmal fünf Tore. Trotzdem kam der SCM gegen Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel und drei Minuten vor der Pause beim 14:14 zum Ausgleich. Kurz darauf gelang sogar die erstmalige Führung, die aber nicht Bestand hatte.

Nach dem Wechsel blieb es eng. Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball und jedes Tor. Teilweise ging es auf und neben dem Parkett äußerst hektisch zu. Mitte der zweiten Halbzeit schien das Pendel dann zugunsten der Kieler auszuschlagen, die sich zehn Minuten vor Schluss wieder auf drei Tore absetzen konnten.

Doch Magdeburg gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich erneut heran. In der packenden Schlussphase hatte dann aber der Pokalsieger das bessere Ende für sich und bejubelte ausgelassen den Prestigesieg.