Starker Anstieg bei Hautkrebsfällen in Bayern

Die Zahl der an Hautkrebs erkrankten Menschen in Bayern ist laut einer Analyse der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) binnen eines Jahrzehnts stark gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden demnach rund 54 Prozent mehr Menschen wegen des bösartigen und lebensgefährlichen schwarzen Hautkrebs behandelt als noch im Jahr 2011. Bei weißem Hautkrebs, der sich gerade früh erkannt gut heilen lässt, waren es 46 Prozent mehr, wie die KKH am Donnerstag nach einer Auswertung eigener Daten mitteilte.

Eine Erklärung für diesen Anstieg ist der Kasse zufolge der Klimawandel: Heißere Sommer, mehr Sonnenstunden und stärke UV-Strahlungen schädigten die Haut. Auch hätten sich die Freizeitaktivitäten verändert. «Outdooraktivitäten wie Walken, Joggen und Radfahren, aber auch Trendsportarten wie Trailrunning und Stand-up-Paddling haben stark zugenommen», erläuterte die KKH. «All das führt dazu, dass wir häufiger und intensiver der UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt sind.» Die resultierenden Sonnenschäden sind die Hauptursache für Hautkrebs.

Nicht erklären lässt sich hingegen, warum Bayern beim schwarzen Hautkrebs deutlich über der bundesweiten Steigerungsrate von rund 37 Prozent, beim weißen Hautkrebs dagegen weit unter dem bundesweiten Plus von rund 65 Prozent liegt.

Die KKH ist mit rund 1,6 Millionen Versicherten eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen. Ihre aus den Abrechnungsdaten ihrer Versicherten hochgerechneten Angaben gelten deshalb als repräsentativ.