Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gibt ein Pressestatement., © Sven Hoppe/dpa

Söder würdigt Benedikt XVI. und kündigt Reise nach Rom an

Mit einer bayerischen Delegation will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag zum Trauergottesdienst für den emeritierten Papst Benedikt XVI. nach Rom reisen. «Es ist eine große Ehre, auch für viele, die dabei sein werden, am Requiem teilzunehmen», sagte Söder am Montag, nachdem er sich in München in ein Kondolenzbuch für den kürzlich Verstorbenen eingetragen hatte. Aus ganz Bayern sollen demnach Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft mit nach Rom fliegen. Joseph Ratzinger, wie sein bürgerlicher Name lautete, stammte aus dem oberbayerischen Marktl.

Söder würdigte Benedikt XVI. am Montag als einen der «größten Theologen des letzten Jahrhunderts» und einen «bedeutenden Papst, der gerade in dem Übergang der Zeit nach Johannes Paul II. auch viel zu tun hatte für innerkirchliche Strukturen». Trotz mancher Herausforderungen bleibe «unter dem Strich jedenfalls seine überragende Lebensbilanz».

«Wir waren damals alle ganz stolz, dass er Papst geworden ist. Ganz Bayern hat sich darauf gefreut, insbesondere auch deswegen, weil er seine bayerische Heimat immer im Herzen getragen hat», sagte Söder. Man trauere daher «nicht nur um einen großen Theologen, sondern einfach um einen echten Bayern». Benedikt sei ein «sehr, sehr wacher Geist» gewesen, mit einem «großen Herz» und «trotzdem großer Bescheidenheit», sagte Söder. «Ich habe ihn gemocht und bewundert.»

Ratzinger wurde 2005 zum Papst gewählt. 2013 erregte er großes Aufsehen, indem er als erster Papst seit mehr als 700 Jahren freiwillig zurücktrat. Als Grund nannte er sein fortgeschrittenes Alter und seine angeschlagene Gesundheit. Am Samstag starb Benedikt im Kloster Mater Ecclesiae im Vatikan im Alter von 95 Jahren.

Die Stadt München hat im Rathaus anlässlich seines Todes das Goldene Buch ausgelegt, in das sich Papst Benedikt XVI. 2006 bei einem Besuch in der Landeshauptstadt eingetragen hatte. In der Hofkapelle der Münchner Residenz liegt zudem das Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger bis zum 12. Januar eintragen können.