Sexismus am Festspielhaus: langjährige Mitwirkende bezweifeln ein größeres Ausmaß

Am Grünen Hügel gibt es durchaus auch Stimmen, die Zweifel an einem weitreichenden Sexismus-Skandal am Festspielhaus haben. In vertraulichen Gesprächen äusserten sich gegenüber Radio Mainwelle jetzt mehrere langjährige Mitwirkende. Die Befragten wundern sich über das Lauffeuer in deutschen Medien und versichern, am Festspielhaus bisher noch nie von sexistischen Übergriffen gehört zu haben.

Am Grünen Hügel gibt es Personen, die seit vielen Jahren einen Job zur Festspielzeit übernehmen – zum Beispiel Statisten. Vertrauliche Gespräche der letzten Tage zeigen, dass Sexismus oder permanente Anzüglichkeiten am Festspielhaus bis letzte Woche nicht unbedingt ein bestimmendes Thema waren. Langjährige Mitarbeiter geben an, noch nie von Problemen gehört zu haben. Die Fälle, von denen der Nordbayerische Kurier Kenntnis hat, werden aber sehr ernst genommen. Der Kurs der Festspielleitung, schonungslos aufklären zu wollen, wird mehr als begrüsst.

Wie gemeldet ermittelt unterdessen die Staatsanwaltschaft am Festspielhaus und zwar gegen Unbekannt. Konkrete Fälle mit Ausnahme der Belästigung von Festspielleiterin Katharina Wagner sind bisher noch nicht öffentlich geworden.

hm