Ein Trauerkleid der Kaiserin Elisabeth von Österreich («Sisi») wird im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg enthüllt., © --/Haus der Bayerischen Geschichte/dpa

Schwarzes Kleid von Kaiserin «Sisi» in Regensburg zu sehen

Ein schwarzes, zweiteiliges Kleid von Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837-1898) ziert seit Kurzem die Dauerausstellung im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Rock und Oberteil seien aus «extrem dünnen und feinen Seidentaft und Spitze» gefertigt, teilte das Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg mit. Das neue Ausstellungsstück sei in die Inszenierung des Trauerzuges für König Ludwig II. integriert worden.

Kaiserin Elisabeth, bekannt als «Sisi», war eine Prinzessin aus der Wittelsbacher Nebenlinie der Herzöge in Bayern. Durch die Heirat mit ihrem Cousin Franz Joseph I. stieg sie 1854 zur Kaiserin von Österreich auf. Elisabeth war die Großcousine Ludwigs II. und zugleich dessen engste Freundin. «Beide einte ihre Abneigung gegen das strenge höfische Zeremoniell, vor dem sie immer wieder flohen, aber auch ihr jeweils tragisches Ende.»

Nach Ludwigs Tod am 13. Juni 1886 im Starnberger See sei Elisabeth als eine der ersten vor Ort gewesen und habe dem Leichnam zum Abschied einen Jasminstrauß in die Hände gelegt, schrieb das Museum. Seit dem Tod ihres Sohnes Rudolf 1889 habe Kaiserin Elisabeth fast ausschließlich Schwarz getragen.