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Schüsse in Halle an der Saale: Schutzmaßnahmen an Synagogen auch in Oberfranken

Der Schock sitzt tief nach dem Angriff mit zwei Toten in Halle an der Saale. Der Tatverdächtige hatte offenbar gezielt ein Blutbad am höchsten jüdischen Feiertag – dem Jom Kippur – in einer Synagoge anrichten wollen. Die Polizei, die auch mit zahlreichen Einsatzkräften aus Oberfranken am Mittwoch (9.10.) in Halle war, hat nun angekündigt, den Schutz isrealitischer Einrichtungen im gesamten Freistaat „bis auf Weireres“ zu erhöhen.

Was sagen die Menschen hier? Wir haben mit Arieh Rudolph gesprochen. Er ist der Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde in Bamberg: „Wir waren von den Nachrichten sehr geschockt und betroffen. Wir haben aber trotz der negativen Gefühlslage unseren wichtigsten Feiertag in unserer Synagoge beenden können. Der Schutz der jüdischen Gemeinde ist sehr gut. Die ständige Polizeipräsenz an unserer Synagoge hat sicherlich zu unserem guten Sicherheitsgefühl beigetragen.“

Unterdessen gibt es mittlerweile immer mehr Hinweise für ein rechtsextremistischen Motiv des Täters.

mso