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Schüler klagen über S-Bahn-Ausfälle in München

München (dpa/lby) – Nach Politikern kritisieren nun auch die Schüler in Bayern die Ausfälle bei der Münchner S-Bahn – und denken dabei an die Jüngsten. «Gerade zu Beginn des neuen Schuljahres, wenn sich eine große Zahl an Erst- bzw. Fünftklässlern auf einen neuen, sicheren Schulweg einstellen muss, führt der entstehende Engpass im Münchner S-Bahnnetz nur zu Verwirrung und Unsicherheit», heißt es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung des Landesschülerrats Bayern.

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass unter anderem wegen fehlender Fahrzeuge bis Dezember bei den Linien S3 und S8 die «Taktverstärker» entfallen, die in der Hauptverkehrszeit den Fahrplan auf einen 10-Minuten-Takt verdichten statt der üblichen 20 Minuten oder mehr. Auch bei der S2 und der S20 werden demnach einzelne Züge entfallen. Die Staatsregierung und Kommunalpolitiker hatten das kritisiert und von der Bahn schnelle und kreative Lösungen gefordert.

Der Landesschülersprecher der Gymnasien in Bayern, Joshua Grasmüller, sagte laut Mitteilung: «Es kann nicht sein, dass wir Schülerinnen und Schüler neben den Berufspendlern die Hauptleidtragenden einer kaputt gesparten S-Bahn sind und die hierdurch entstehenden massiven Einschränkungen in der Beförderung ausbaden müssen.» Der angekündigte Wegfall bedeute für viele Schüler, dass sich die Zeit, die sie für ihren Schulweg benötigen, maßgeblich verlängert, hieß es weiter. Neben dem Komfort verlören die Schüler darüber hinaus ein großes Stück Sicherheit.