Sozialministerin von Bayern Ulrike Scharf in der bayerischen Staatskanzlei., © Matthias Balk/dpa

Scharf zu Gesprächen in Tschechien

Bayerns Arbeits- und Sozialministerin Ulrike Scharf hat bei einem Besuch in Tschechien eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Nachbarland vereinbart. «Insbesondere beim grenzüberschreitenden Thema Fach- und Arbeitskräfte sehen wir noch mehr Potenzial», sagte die CSU-Politikerin am Freitag nach einem Treffen mit dem tschechischen Arbeits- und Sozialminister Marian Jurecka. Beide wollen demnächst eine grenznahe Arbeitsagentur besuchen. Jurecka ist Vorsitzender der tschechischen Christdemokraten (KDU-CSL).

Nach Einschätzung Scharfs rücken Bayern und Tschechen angesichts des Krieges in der Ukraine noch enger zusammen. Sie hätten «der Welt bewiesen, wie man Krieg und Feindschaft ein für alle Mal überwindet – durch neue Brücken der Menschlichkeit und eine intensive Kultur des Austauschs». An diesen Brücken müsse man weiter bauen, mahnte die 54-Jährige.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren rund drei Millionen Sudetendeutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben worden. Scharf ist Schirmherrin der Vertriebenen in Bayern. Während ihres Besuchs führt sie unter anderem auch Gespräche mit Vertretern der deutschen Minderheit und nimmt an den Marienbader Gesprächen des Sudetendeutschen Rates teil.