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Religionskonferenz: Einsatz für Umwelt, Bildung und Frauen

Lindau (dpa/lby) – Mit der Amtsübergabe an die neu ernannte Generalsekretärin ist die 10. Weltkonferenz von Religions for Peace in Lindau am Bodensee zu Ende gegangen. Azza Karam möchte interreligiöse Konzile stärken und an Task Forces für Umwelt, Bildung und Friedensförderung arbeiten, wie die 50-Jährige im Rahmen der Abschlusszeremonie am Freitag ankündigte. Dies waren inhaltliche Schwerpunkte der Tagung, zu der rund 900 Religionsvertreter, Politiker und Mitarbeiter von internationalen Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus mehr als 100 Ländern kamen.

Um die friedensstiftenden Werte der Religionen wieder in den Vordergrund zu rücken, setzt sich RfP dafür ein, dass Religionsvertreter in Friedensverhandlungen miteinbezogen werden. Auf der Konferenz wurde beschlossen, Friedenserziehung – angefangen bei Kindern – voranzutreiben. Zudem soll eine Initiative für den Schutz der Regenwälder und von indigenen Völkern forciert werden.

Die NGO möchte außerdem die Rolle der Frauen und deren Führung in Institutionen unterstützen. Auch mit Azza Karam übernimmt erstmals eine weibliche Person die Führung von RfP. Die erfahrene Expertin für Religionsfragen folgt auf William Vendley, der die NGO seit 1994 geführt hat.