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Prostituierte in Hof vergewaltigt: Täter tut es als Rollenspiel ab

Ein 35-Jähriger vergewaltigt im Juli eine thailändische transsexuelle Prostituierte in Hof. Er steht jetzt vor dem Hofer Landgericht. Das berichtet der Kurier. Und da gibt er Dinge von sich, die nicht gerade für ihn sprechen.

Der Mann sucht sich im Sommer über gewisse Internet-Seiten Sex-Angebote und ruft dann schließlich bei einer transsexuellen Prostituierten an, die in einer Modellwohnung in der Hofer Ernst-Reuter-Straße arbeitet. Weil er ihr am Telefon einfach so sagt, dass er Sex möchte, lehnt sie sofort ab. Am nächsten Tag steht er trotzdem vor ihrer Tür. Obwohl ihn die Frau wegschickt, drängt er sie in die Wohnung und vergewaltigt sie. Eine Überwachungskamera zeichnet alles auf.

Vor Gericht bestätigt er auch alles. Aber doch irgendwie auch nicht: Er stellt die Vergewaltigung als Rollenspiel hin, schreibt der Kurier. Er wisse das so genau, weil er jahrelange Erfahrung mit Prostituierten habe. Dass er überhaupt auf Prostituierte setze, hänge mit seiner außergewöhnlichen Attraktivität zusammen. Alle anderen Frauen wollen ja sofort ein Kind von ihm. Das wolle er aber nicht. Inzwischen ist er in der forensischen Abteilung des Bezirkskrankenhauses Bayreuth untergebracht. Der Verdacht: eine schizophrene Erkrankung.

tb