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Polizeibericht 13.01.2021

Wintereinbruch sorgt für zahlreiche Verkehrsunfälle auf der A9

A9/Himmelkron, Trockau, Pegnitz, Plech. Durch den starken Schneefall ereigneten sich am Dienstagvormittag auf der A9 zahlreiche Verkehrsunfälle, welche alle verhältnismäßig glimpflich ausgingen. Ursache aller Verkehrsunfälle war die nicht an die winterlichen Straßenverhältnisse angepasste Geschwindigkeit, weshalb alle Unfallverursacher in den nächsten Wochen ein Bußgeld erwartet.

So verlor bei Himmelkron eine 36-jährige Hoferin die Kontrolle über ihren BMW und schleuderte in das Heck eines Sattelzugs. Glücklicherweise bleiben alle Beteiligten unverletzt und es entstand lediglich am BMW ein Sachschaden von ca. 2000,00 Euro.

Kurz vor der Anschlussstelle Trockau geriet der 41-jährige Kleintransporter-Fahrer aus Leipzig mit seinem Mercedes ins Schleudern und prallte zunächst in die linke Betonschutzwand und anschließend in die rechte Schutzplanke. Während der Schleuderpartie stieß er noch mit dem Sattelzug eines 53-jährigen zusammen. Durch den Verkehrsunfall wurde der Leipziger leicht verletzt in ein Krankenhaus verbracht. Die Schäden an den Fahrzeugen und an der Schutzplanke belaufen sich auf über 80000,00 Euro.

Ein 47-jähriger Lkw-Fahrer aus Nordrhein-Westfalen befuhr die Abfahrt zur Rastanlage Fränkischen Schweiz zu schnell und kam mit seinem Sattelzug auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen. Der Sattelzug verkeilte sich dann auf Höhe der Ausfahrt in der rechten Schutzplanke. Während der Bergungsarbeiten wurde der rechte Fahrstreifen durch das THW Pegnitz gesperrt. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt und es entstand lediglich ein Sachschaden von ca. 7000,00 Euro.

Zwischen der Anschlussstelle Weidensees und Plech verlor ein 34-jähriger aus Jena die Kontrolle über seinen Pkw Renault und schleuderte nach rechts in die Schutzplanke. Von dort wurde der Pkw zurück auf die Fahrbahn geschleudert und kam quer auf der mittleren Fahrspur zum Stehen. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt und es entsandt ein Gesamtschaden von ca. 2000,00 Euro.

An der Anschlussstelle Plech wollte eine 26-jährige Bayreutherin mit ihrem VW Golf die Autobahn verlassen. Dabei unterschätzte sie die gefahrene Geschwindigkeit und stieß in die rechte Schutzplanke. Auch bei diesem Unfall blieb es glücklicherweise lediglich beim Sachschaden von ca. 2300,00 Euro.

 

Wintereinbruch fordert Einsatzkräfte

 

STADTSTEINACH, LKR. KULMBACH: Starke Schneefälle hielten am Dienstag die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten den ganzen Tag in Atem. Mehre Unfälle und Hilfsmaßnahmen forderten auch die Kräfte der Straßenmeisterei. Mehrere Fahrzeuge, hauptsächlich LKW, kamen an den Steigungen im Dienstbereich nicht mehr vorwärts und konnten erst nach massiven Einsatz von Räumfahrzeugen befreit werden. Bei Verkehrsunfällen erlitten vier Personen leichte Verletzungen.

In den Morgenstunden überschätzte eine 18-jährige Schülerin aus dem Landkreis Kulmbach offensichtlich ihre Fahrkünste und kam zwischen Neuenmarkt und Schlömen auf der schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern. Ihr Seat kam dabei nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte eine Böschung hinunter. Der Wagen blieb schließlich auf dem Dach liegen. Die junge Frau konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Sie erlitt leichte Verletzungen und kam zu weiteren Untersuchungen mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus. Am Fahrzeug entstand nach Schätzung der Stadtsteinacher Polizisten ein Schaden von 6.000 Euro. Das Fahrzeug musste von einem Abschleppdienst geborgen werden.

Kurze Zeit später mussten die Beamten der Polizei Stadtsteinach zu einem Unfall auf die B 289 bei Kupferberg ausrücken. Ein 19-jähriger Rumäne hatte die schlechten Fahrbahnverhältnisse unterschätzt und war im Bereich der Spiegelteiche ins Schleudern geraten und mit dem Honda einer 60-Jährigen aus dem Landkreis Bayreuth zusammengeprallt. Ein nachfolgender VW-Fahrer konnte ebenfalls nicht mehr rechtzeitig auf der schneeglatten Fahrbahn bremsen und kollidierte mit dem Lieferwagen des Unfallverursachers. Neben dem Rumänen erlitten auch die 60-Jährige und ihre Beifahrerin leichte Verletzungen. Sie mussten trotzdem zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die B 289 war für die Unfallaufnahme fast den ganzen Vormittag gesperrt. Die Räumdienste konnten durch massiven Einsatz die Fahrbahn schließlich wieder befahrbar machen. Der Gesamtsachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei Stadtsteinach auf ca. 25.000 Euro.

Wie bereits gestern vermutet, melden sich immer wieder Geschädigte, und zeigen Unfallfluchten an, bei denen offensichtlich Verkehrsteilnehmer von der Fahrbahn abkamen, Zäune, Hecken, Verkehrszeichen und andere Dinge beschädigten und sich dann aus dem Staub machten, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Am Nachmittag ereignete sich im Baumgartner Weg auf Höhe des Ortsschildes Stadtsteinach eine Verkehrsunfallflucht. Hierbei touchierten sich im Begegnungsverkehr die linken Außenspiegel zweier Pkws. Während der eine Geschädigte anhielt, fuhr der andere unbeirrt weiter in Richtung Baumgarten. Beim flüchtigen Pkw handelt es sich um einen schwarzen VW/Passat. Am Fahrzeug des Geschädigten entstand ein Sachschaden von ca. 100 Euro. Die Polizei Stadtsteinach ermittelt hier wegen Unfallflucht.

Ansonsten führte die Schneelast, die sich auf den Bäumen befindet, immer wieder zu kritischen Situationen. Teilweise hängen diese bedrohlich über der Fahrbahn oder sind bereits abgebrochen und blockieren diese. Zu insgesamt vier Einsätzen alarmierten Verkehrsteilnehmer die Beamten der Polizei Stadtsteinach. Mit tatkräftiger Unterstützung der jeweils örtlichen Feuerwehren konnten die Gefahren für die Autofahrer rechtzeitig beseitigt werden. In den kommenden Tagen ist bei weiterem Schneefall und niedrigeren Temperaturen, gerade in Waldstücken, mit Gefahren durch umgefallene Bäume zur rechnen.

In den Morgenstunden des Mittwoch mussten die Beamten schließlich einen Verkehrsunfall aufnehmen, der nichts mit dem Wintereinbruch zu tun hatte. Ein 61-jähriger Lkw-Fahrer aus Polen geriet auf der Bundesstraße 303 zwischen Himmelkron und Wirsberg vermutlich wegen Übermüdung nach links von der Fahrbahn ab. Der Sattelzug kam nach ca. 50 Metern in einem Feld zu stehen. Das fast 25 Tonnen schwere Fahrzeug war glücklicherweise nicht beladen. Der Brummifahrer konnte sein Führerhaus unverletzt verlassen. Für die Bergung des Lkw musste eine Spezialfirma alarmiert werden. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, muss von den Ermittlern der Polizei Stadtsteinach noch abgeklärt werden. Die Unfallaufnahme und die Bergung des Fahrzeugs nahm fast vier Stunden in Anspruch.

 

red