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Polizeibericht 12.10.2020

Nach Sachbeschädigungen Polizisten verletzt.

Bayreuth. Ein leicht verletzter Polizeibeamter und Sachschaden in Höhe von ca. 450 Euro sind die Bilanz des Ausrasters eines Mannes in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Der 33-jährige Mann aus Bayreuth zerschlug zunächst kurz vor Mitternacht einen Spiegel in einer Gaststätte in der Innenstadt. Nach dieser Sachbeschädigung konnte er vor dem Eintreffen einer Streife zunächst fliehen, wobei er sich an der Hand eine Schnittverletzung zugezogen hatte. Er begab sich später zu einem Mehrfamilienhaus in der Altstadt und trat dort kurz nach Mitternacht zwei Wohnungstüren ein. Bei der ersten hatte er sich an der Hausnummer geirrt, bei der zweiten handelte es sich um die Wohnung eines Bekannten, bei dem er Unterschlupf suchen wollte. Erneut alarmierte Streifen der PI Bayreuth-Stadt konnten den Mann dann in der zweiten Wohnung antreffen. Als seine Personalien festgestellt werden sollten, wurde er zunehmend aggressiv und versuchte auf eine Beamtin loszugehen. Als er durch einen weiteren Beamten zurückgehalten wurde, verpasste er diesen einen Kopfstoß nach hinten und verletzte ihn leicht am Kopf. Nach einer durch die Staatsanwaltschaft angeordneten Blutentnahme wurde der Mann zur Behandlung seiner Schnittverletzung ins Klinikum verbracht. Ihn erwarten diverse Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Alkohol und Drogen – Verkehrssünder aus dem Verkehr gezogen

Bayreuth. Zwei alkoholisierte und einen unter Drogeneinfluss stehenden Autofahrer zogen Beamte der Operativen Ergänzungsdienste am Wochenende aus dem Verkehr. Während zwei Verkehrssünder lediglich mit einem Fahrverbot belegt werden, muss einer mit einem längeren Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Samstagnacht gegen 20.45 Uhr geriet ein 36-Jähriger aus dem Landkreis Bayreuth in der Mainstraße in eine Verkehrskontrolle. Die Beamten staunten nicht schlecht, als der Mann bei einem Alkotest auf einen Wert von fast 2,3 Promille kam. Die Fahrt war an Ort und Stelle beendet. Eine Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheins folgten.

Am frühen Sonntagmorgen kontrollierten die Beamten einen 44-Jährigen mit seinem Fahrzeug am Hohenzollernring. Auch hier stellten die Polizisten Alkoholgeruch fest. Eine gerichtsverwertbare Atemalkoholmessung ergab hier 0,5 Promille. Den Mann erwartet ein empfindliches Bußgeld, ein Fahrverbot von mindestens einem Monat und Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg.

Sonntagnacht gegen 20 Uhr wurde einem 22-Jährigen eine allgemeine Verkehrskontrolle zum Verhängnis. Die Beamten stellten bei dem Mann Anzeichen von Drogenkonsum fest. Ein durchgeführter Vortest bestätigte den ersten Verdacht. Der junge Mann musste daraufhin eine Blutentnahme über sich ergehen lassen und sein Fahrzeug stehen lassen. Ihn erwartet neben einem Bußgeld und Punkten auch ein Fahrverbort.

Probefahrt mit 215 Stundenkilometer

A9/Bayreuth. Am Samstag überwachte die Verkehrspolizei Bayreuth die Geschwindigkeit auf der A9 Richtung München, Höhe der Anschlussstelle Bayreuth-Nord. Über 11.000 Fahrzeuge fuhren in der 100er Zone am Messgerät vorbei, über 95 Prozent waren nicht zu beanstanden. 217 Fahrzeugführer erhalten in den nächsten Wochen eine Aufforderung 30 Euro zu überweisen. 254 kommen nicht so glimpflich davon. Ihnen droht mindestens ein Punkt und eine Geldbuße zwischen 70 und 120 Euro. 14 Fahrer  müssen ihren Führerschein abgeben und es wird noch teurer. Schnellster war ein 47jähriger aus dem östlichen Landkreis Bayreuth. Er raste mit einem PS-starken Boliden während einer Probefahrt mit 215 Sachen an der Messstelle vorbei. Das Bußgeld wird auf 1200 Euro festgelegt. Dazu gibt es drei Monate Fahrverbot und 2 Punkte in der Verkehrsünderdatei in Flensburg.

Fahrer unter Drogen und mit Waffe unterwegs

A9/Pegnitz. Bei einem 21-jährigen Fahrzeugführer aus der Schweiz stellte eine Streife der Verkehrspolizei Bayreuth am Sonntagvormittag drogentypische Auffälligkeiten fest. Die Beamten kontrollierten ihn auf der Rastanlage Fränkische Schweiz West. Der junge Mann aus der Schweiz war zuvor mit seinem Pkw BMW auf der A9 in Richtung München unterwegs. Nachdem ein durchgeführter Drogentest den Verdacht bestätigte und ein positives Ergebnis für THC zeigte, wurde ihm die Weiterfahrt untersagt und eine Blutentnahme durchgeführt. Der Fahrer gestand, am Vortag Marihuana konsumiert zu haben. Bei der Durchsuchung wurde unter der Rücksitzbank, versteckt und griffbereit, eine Luftdruckpistole aufgefunden und sichergestellt. Der 21-Jährige führte dieser ohne den erforderlichen Waffenschein mit sich. Der Schweizer wurde wegen der Drogenfahrt und des unerlaubten Besitzes der Pistole angezeigt. Die Weiterfahrt endete in Pegnitz und ein Ersatzfahrer wurde organisiert.

Zu schnell in Baustelle gerast

A9/Bayreuth. Sonntagnacht übersah ein 46-jähriger Lkw-Fahrer aus Sachsen mit seinem Gespann den Beginn der Baustelle bei Marktschorgast Richtung München und kollidierte frontal mit dem dortig aufgestellten Absperrmaterial. Grund hierfür dürfte eine nicht der Örtlichkeit angepasste Geschwindigkeit des 46-Jährigen sein. Die Autobahn war übersäht an Teilen von beschädigten Pylonen und anderen Plastikteilen. Es kam zur Nachtzeit zu keinen Verkehrsbehinderungen. Die Fahrbahn war nach kurzer Zeit wieder frei geräumt. Das Lkw-Gespann kam letztendlich im abgesperrten Bereich nicht mehr fahrbereit zum Stehen und konnte nur noch abgeschleppt werden. Am Lkw sowie an der Baustelleneinrichtung entstand Schaden in Höhe von ca. 30.000 Euro. Der Fahrer des Lkw wurde glücklicherweise nicht verletzt. Er muss sich nun wegen des zu schnell Fahrens im Baustellenbereich verantworten.

red