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OB stellt sich hinter unstrittenen Klinikum-Geschäftsführer

Es gibt viel Frust im Bayreuther Klinikum. Aufsichtsratsvorsitzender, Oberbürgermeister Thomas Ebersberger glaubt aber, dass daran vor allem der Personalmangel schuld ist – wie in vielen anderen Krankenhäusern auch. Die meisten Mitarbeiter seien überarbeitet und nachvollziehbarerweise unzufrieden, so Ebersberger. Dass der viel kritisierte medizinische Geschäftsführer Hans-Rudolf Raab für die schlechte Stimmung verantwortlich sein soll, glaubt Ebersberger indes nicht. Er zweifelt auch nicht an seiner Kompetenz.

Stichwort Medizin-Campus:  „Es war von vorne herein klar, dass der Professor Raab sehr viel aufräumen muss. Deswegen ist klar, dass er viel Gegenwind bekommen hat. Und es natürlich auch so mit Erlangen! Die hatten natürlich auch ihre Interessen, und da hat der Herr Professor Raab die Interessen von Bayreuth sehr gut vertreten. Wenn man bedenkt, was dabei raus gekommen ist aus den Verträgen, muss man sicherlich sagen: Das wäre ohne ihn nicht passiert.“

In den Augen Ebersbergers brauche es im Klinikum auch keinen Neuanfang. Er wolle mit Professor Raab weitermachen – wie vereinbart bis Ende Januar 2024.

Dass der kaufmännische Chefs Alexander Moor kürzlich seine Kündigung eingereicht hat, will Ebersberger womöglich nicht so einfach akzeptieren: Wann Moor gehe, werde man noch feststellen müssen. Moors Vertrag läuft offiziell noch bis Januar 2026.