OB Merk-Erbe stehen schwere Zeiten im Stadtrat bevor

Im Bayreuther Rathaus wird das Regieren für Oberbürgermeisterin Merk-Erbe deutlich schwerer, wenn nicht sogar unmöglich. Am Freitag (11.1.) haben die Vorsitzenden von vier Stadtratsfraktionen bei einer Pressekonferenz erklärt, sich bei wichtigen Entscheidungen künftig zusammen zu schließen. Diese vier Fraktionen – CSU, SPD, Junges Bayreuth und FDP/DU – verfügen über zwei Drittel der Stimmen und können somit theoretisch jede Abstimmung beeinflussen. Das Zweckbündnis begründen die Mitglieder mit zum Teil schweren Vorwürfen an die Oberbürgermeisterin. Merk-Erbe fehle es an Transparenz und Führungsqualität. Außerdem habe sie zu verantworten, dass die Situation bei Beschäftigten des Rathauses mittlerweile dramatisch sei.

Stefan Specht von der CSU sagte über das Zweckbündnis: „Wir sind keine geschlossene Front oder Phalanx, die jetzt – wie gern kolportiert wird – da jetzt irgendwie gegen die Oberbürgermeisterin marschiert, sondern wir tun uns zusammen bei ausgewählten Fragen, die uns gemeinsam wichtig sind und die versuchen wir, voran zu treiben.“

Am Donnerstag (10.1.) hatte Oberbürgermeisterin Merk-Erbe bei ihrer Jahrespressekonferenz davon gesprochen, dass Teile des Stadtrats derzeit ein schlechtes Bild in der Öffentlichkeit abgeben. Die Rathauschefin ermahnte zu mehr Sachlichkeit.

hm

Das Bild zeigt die vier Fraktionsvorsitzenden (v.l.) Thomas Hacker (FDP/DU), Stefan Sprecht (CSU), Thomas Bauske (SPD) und Stefan Schuh (Junges Bayreuth)