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Notarztmangel in Oberfranken: Experten empfehlen, Einsatzstandorte zusammenzulegen

Weil es in Oberfranken zu wenige Notärzte gibt, sollten die Standorte verringert und zusammengelegt werden. Das empfiehlt das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Uni München. Von dem Notarztmangel besonders betroffen sind laut dem Kurier der Landkreis Kronach und das Fichtelgebirge.

Notärzte sind Ärzte aus Krankenhäusern und speziell ausgebildete niedergelassene Ärzte. Von ihnen gibt es, auch wegen Überalterung, hier in der Region immer weniger. Die Münchner Experten kommen zu dem Schluss, dass – wenn ein Notarzt binnen 20 Minuten am Einsatzort sein soll – man zum Beispiel den Standort in Stadtsteinach aufgeben und dafür einen in Bad Berneck schaffen sollte. Weniger Ärzte am Boden bedeute, dass immer öfter die Rettungshubschrauber einspringen müssen. Entsprechend seien deren Einsatzzahlen in ganz Bayern massiv gestiegen. Im Raum Bayreuth/Kulmbach würden mittlerweile in fast 16 Prozent der Fälle die Notärzte mit dem Hubschrauber zum Einsatzort gebracht.

red