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Neues, einheitliches Tierschutzlabel: Kulmbacher Bio-Bauer hat Verbesserungsvorschläge

Verbraucher sollen direkt beim Einkaufen sehen, wie gut oder schlecht das Fleisch ist. Dafür hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir das sogenannte einheitliche Tierwohllabel auf den Weg gebracht. Ein Label, das in fünf Stufen zeigt, wie artgerecht die Tiere gehalten werden. An sich eine super Sache, sagt Manfred Distler, vom Biohof Distler in Kulmbach. Er hätte es aber einfacher gemacht:

„Nicht es fünfstufig zu machen, sondern nur dreistufig. Rot wäre gewesen: gesetzlicher Mindeststandard. Orange bzw. gelb Zusatzstandard: also Stallhaltung mit Freigang oder Laufhof. Und grün dann einfach das Optimale: Weidehaltung.“

Das versteht man beim Einkaufen leichter als komplizierte Diagramme oder QR-Codes. Für den Experten ist es wichtig, dass das Label zuverlässig ist und seinen Zweck erfüllt. Heißt, dass mehr Menschen gutes Fleisch kaufen und das billige liegen lassen. Außerdem hofft Manfred Distler auf finanzielle Zuschüsse vom Staat, damit die Landwirte in der Region in die nächstbessere Haltungsstufe aufsteigen und ihr Fleisch so auch verkaufen können. Bevor das Tierwohllabel auf die Verpackungen gedruckt werden kann, müssen im Herbst erst noch der Bundestag und der Bundesrat zustimmen.

red