Besucher eines Weihnachtsmarktes stehen an einem Verkaufsstand für Christbaumschmuck., © Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild

Der Münchner Christkindlmarkt und der Duft in den Amtsstuben

Endlich wieder Glühwein und Weihnachtsstimmung auf dem Marienplatz: Am Montag ist in München der Christkindlmarkt eröffnet worden. Nach zwei Jahren Corona-Pause sei es dafür auch wirklich Zeit geworden, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) vom Balkon des neugotischen Rathauses. Zur Eröffnung zählte er mit den vielen Besuchern auf dem Marienplatz die Sekunden bis zum Anknipsen der Weihnachtsbeleuchtung am 25 Meter hohen Christbaum herunter: «3, 2, 1 – Licht».

Reiter freut sich, kann sich aber dem mal mehr, mal weniger besinnlichen Trubel rund um das Rathaus kaum entziehen, der bis zum 24. Dezember andauert: «Für mich bedeutet das, dass es in meinen Büro die nächsten Wochen nach Glühwein und Platzerl riecht», bekannte er. Tagsüber sei das «manchmal gschert, aber ich lebe damit».

3000 sparsame LED-Lichter brennen bis zum 6. Januar 2023 täglich ab 16.00 Uhr an der sibirischen Weißtanne aus Hohenpeißenberg (Landkreis Weilheim-Schongau). Sie sollen eine heimelige Stimmung verbreiten, ebenso wie die Buden auf dem Marienplatz und in den Straßen ringsum, die neben Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck und einem Kripperlmarkt auch Getränke und Schmankerl wie Bratwurst oder Lebkuchen anbieten.

Ebenfalls am Montag sollte auch der Augsburger Christkindlmarkt starten. Er zählt den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands, vor der Kulisse des prachtvollen Renaissance-Rathauses. Der weltberühmte Nürnberger Christkindlmarkt beginnt am Freitag (25. November).