Mordprozess: Angeklagten drohen schwere Strafen

Einem der beiden Angeklagten im Mordprozess Innstrasse droht nun tatsächlich eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Richter Michael Eckstein, der Vorsitzende des Schwurgerichts, sagte gestern in einem Hinweis an alle Prozessbeteiligten, dass bei Firat T. nach der bisherigen Beweisaufnahme eine Verurteilung wegen Mordes in Betracht kommt. Der andere Angeklagte, Anton S., müsse mit einer Freiheitsstrafe wegen versuchten Totschlags rechnen. Für das Schwurgericht steht in diesem Indizienprozess so gut wie fest: die beiden Angeklagten klauten im Haus des Rentners alles, was an Wertgegenständen da war und sie sind Schuld am Tod des 88-jährigen Mannes. Warum der eine nur wegen versuchten Totschlags belangt werden soll, hängt nicht zuletzt mit dessen Anruf aus Crailsheim zusammen, mit dem er Polizei und Notarzt verständigte. Der Andere aber steht nun als alleiniger, brutaler Mörder da. Gut möglich, dass er jetzt sein Schweigen bricht und den Prozess am kommenden Montag noch einmal neu entfacht.

hm