Wenn es nach ihrem Vater gegangen wäre, hätte Marie-Luise Marjan nicht die "brotlose Kunst" als Beruf gewählt., © Marius Becker/dpa

Marie-Luise Marjans Vater war gegen ihren Berufswunsch

Wenn es nach dem Vater von Marie-Luise Marjan gegangen wäre, wäre die heute 81-Jährige niemals Theater- und Fernsehschauspielerin geworden.

Ihr Vater habe diesen Beruf als brotlose Kunst gesehen, sagte Marjan in der «NDR Talkshow» in Hamburg. Er wollte, dass sie stattdessen lieber Krankenschwester oder Sekretärin wird. Doch: «Der Drang war einfach so stark, dass ich alle Hürden übersprungen habe.» Marjan wurde als Mutter Beimer in der Fernseh-Seifenoper «Lindenstraße» bekannt und stand auch für viele andere Filme und Serien vor der Fernsehkamera und auf der Theaterbühne.

Als junge Frau habe sie sich in Hamburg unter anderem als «Waschmaschinenvertretung» finanziell über Wasser gehalten und andere Menschen davon überzeugt, ihre Wäsche von einer bestimmten Firma waschen zu lassen. «Das war eigentlich eine gute Übung als Schauspielerin. Ich musste Menschen überzeugen.» Marjan ist kürzlich von Köln nach Hamburg gezogen. Sie freue sich nun besonders über die Alster, in deren Nähe sie nun wohne. «Ich gehe da ja immer Schwäne füttern und sitze dann und gucke den Sonnenuntergang an.»