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Mann aus Bindlach von Betrügern reingelegt

Trotz aller Warnungen kommt es zu häufig vor, dass Menschen von Betrügern reingelegt werden. So ist es jetzt einem 62-jährigem Mann aus Bindlach passiert. Wie die Polizei mitteilt, haben Betrüger am Donnerstagvormittag auf dem Festnetz des Mannes angerufen. Eine weinende Stimme, die seine vermeintliche Ex-Frau sein sollte, hat einen Verkehrsunfall vorgespielt, bei dem ein Radfahrer ums Leben gekommen sein soll. Kurz darauf hat dann eine angebliche Polizistin und ein Staatsanwalt angerufen, die eine Kaution für die vermeintliche Ex-Frau gefordert haben. Der Mann hat eine fünfstellige Summe an die Betrüger übergeben. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen. Wer am Donnerstag gegen 12.15 Uhr verdächtige Personen in der Mainstraße in Bayreuth gesehen hat, soll sich bei der Polizei melden.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:
–          maximal 30 Jahre alt
–          zierliche Figur
–          geschätzte 170 Zentimeter groß
–          trug eine blaue Jeans, eine blaue Windjacke, eine blaue Basecap sowie eine Bauchtasche der Marke Tommy Hilfiger
–          war mit einer medizinischen Maske unterwegs
Wer am Donnerstagmittag, gegen 12.15 Uhr, verdächtige Beobachtungen im Bereich der Mainstraße in Bayreuth und der näheren Umgebung gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Bayreuth unter der Tel.-Nr. 0921/506-0 zu melden.

Die oberfränkische Polizei warnt erneut vor dem betrügerischen Vorgehen:

  • Lassen Sie sich von einem Anrufer, der sich als Polizeibeamter ausgibt, den vollständigen Namen, die Telefonnummer und die Dienststelle geben. Legen Sie danach auf und rufen Sie selbst bei der Polizeidienststelle an und lassen Sie sich den Einsatz bestätigen.
  • Die echte Polizei wird niemals am Telefon nach Ihren finanziellen Verhältnissen fragen oder Geld fordern.
  • Geben Sie keine Auskunft über Ihre familiären oder finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich eine Person am Telefon als Verwandter oder Bekannter ausgibt, sich selbst nicht mit Namen meldet und Geldforderungen stellt.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen Rücksprache.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – auch nicht, wenn sie angeblich im Auftrag von Verwandten/Bekannten oder Amtspersonen handeln.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt – Notruf: 110.