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Leichter Mitgliederrückgang beim DGB Bayern

München (dpa/lby) – Die im DGB organisierten Gewerkschaften sind in Bayern minimal geschrumpft. Zum Jahreswechsel zählten sie im Freistaat 805 897 Mitglieder – das sind 3108 weniger als ein Jahr zuvor, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern (DGB) am Donnerstag mitteilte. «Wir bedauern jedes verlorene Mitglied», sagte der Landesvorsitzende Matthias Jena, betonte aber: «Die bayerischen Gewerkschaften stehen nach wie vor sehr gut da.»

Von einem Mitgliederschwund könne keine Rede sein, sagte Jena. «Die Zahlen zeigen das komplette Gegenteil.» Vor zehn Jahren gab es demnach gut 802 000 Mitglieder. Das beweise, «dass unsere Mitgliederzahlen auf einem hohem Niveau stabil sind.» Allerdings ist in den vergangenen Jahren sowohl die Zahl der Einwohner als auch die Zahl der Beschäftigten in Bayern deutlich gestiegen.

«Ich warne davor, jetzt aufgrund der Corona-Krise aus der Gewerkschaft auszutreten, um sich den Mitgliedsbeitrag einzusparen», sagte Jena. «Die Mitgliedschaft in Gewerkschaften ist gerade in Krisenzeiten ein wichtiges Pfund.»

Die mit Abstand größte Einzelgewerkschaft im DBG Bayern ist die IG Metall mit gut 380 000 Mitgliedern vor Verdi mit knapp 230 000.