Die Papstsäule ist vor dem Geburtshaus des emeritierten Papstes Benedikt XVI. zu sehen., © Sven Hoppe/dpa

Kerzen in Benedikts Geburtsort Marktl: Geburtshaus geöffnet

Das Geburthaus von Benedikt XVI. im oberbayerischen Marktl am Inn hat anlässlich seines Todes am Samstag jenseits der üblichen Öffnungszeiten die Pforten geöffnet. In dem Zimmer, in dem Joseph Ratzinger am 16. April 1927 geboren wurde, brannten Kerzen, eine weiße Rose stand auf einem schwarzen Tuch.

Im Foyer lag ein Kondolenzbuch aus. Bis zum frühen Nachmittag kamen nur wenige Besucher. Auch im Ort war es zunächst ruhig. Auf dem Marktplatz zündeten Gläubige Kerzen an, berichtete Franz Haringer, der theologische Leiter des Geburtshauses von Benedikt XVI. «Am meisten behalte ich seine Fähigkeit in Erinnerung, den Glauben in einfachen und klaren Worten auszudrücken – und auch sein Lebensthema: Glaube und Denken, Glaube und Vernunft: Ich muss als Gläubiger nicht das Denken ausschalten», sagte Haringer. Zugleich sei es «vernünftig, mit Gott zu rechnen».

Am Sonntag sollte das Geburtshaus ebenfalls geöffnet sein.