Welt-Nachrichten – Radio Mainwelle https://www.mainwelle.de Deine Region. Deine Musik. Wed, 16 Sep 2026 15:31:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Dutzende Tote bei Einsturz von Goldmine im Sudan https://www.mainwelle.de/dutzende-tote-bei-einsturz-von-goldmine-im-sudan-2436339/ Wed, 16 Sep 2026 15:31:46 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-695868 Beim Einsturz einer Goldmine im Sudan sind Dutzende Bergarbeiter getötet worden. Die örtliche medizinische Hilfsorganisation Dar Hamar teilte mit, bislang seien 64 Tote bestätigt worden. Weitere 55 Menschen seien verletzt worden. Das Unglück ereignete sich demnach bereits am Sonntag in der Region West-Kordofan im Westen des Landes. 

Nach Angaben des Notfalldienstes der nahe gelegenen Stadt Annuhud stürzten sechs nebeneinanderliegende Schächte ein. Der Notfalldienst ging in einem vorläufigen Bericht von mindestens 60 bis 70 Opfern aus. Die genaue Zahl sei jedoch noch unklar. Arbeiter, die sich retten konnten, berichteten von lebend verschütteten Kameraden. Die Rettungsarbeiten werden durch die Tiefe der Schächte sowie fehlende Spezialkräfte und technische Ausrüstung erschwert.

Die Region wird von der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF) kontrolliert. Im Sudan herrscht seit April 2023 Krieg zwischen der RSF und der Armee. In den inzwischen knapp dreieinhalb Jahren des Krieges wurden Zehntausende Menschen getötet und mehr als 14 Millionen Menschen vertrieben. Der Krieg hat eine der schwersten humanitären Krisen weltweit ausgelöst.

Quelle: dpa

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Einen Euro nach Millionenraub – Kardashian: «Bin dankbar» https://www.mainwelle.de/einen-euro-nach-millionenraub-kardashian-bin-dankbar-2436330/ Wed, 16 Sep 2026 15:30:12 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-695847 Reality-TV-Star Kim Kardashian erhält nach dem Millionenraub in einem Pariser Hotel wie von ihr gefordert lediglich einen Euro Entschädigung. «Wir sind der französischen Justiz dankbar, dass sie uns als Opfer der schrecklichen Ereignisse anerkennt, die sich 2016 in Paris zugetragen haben», teilten die 45-Jährige und die Stylistin Simone Harouche dem Promi-Portal «People» und anderen Medien mit.

Kardashian hatte den symbolischen Betrag in dem Prozess um den Millionenraub im vergangenen Jahr selbst gefordert. Wie das Pariser Schwurgericht mitteilte, sei der US-Amerikanerin gemäß ihrem Antrag ein Betrag von einem Euro als Entschädigung für immateriellen Schaden zugesprochen worden. Das Schwurgericht könne, wie jedes Gericht, nicht mehr als die beantragte Entschädigung zusprechen.

Verlobungsring war unter der Beute

Im Oktober 2016 waren fünf mit Polizeijacken bekleidete Männer in das Pariser Luxushotel der beiden Frauen eingedrungen. Sie verschafften sich Zutritt zu Kardashians Zimmer, fesselten und knebelten sie und flüchteten mit Schmuck im Wert von mehreren Millionen Euro – darunter der Verlobungsring des Stars mit einem hochkarätigen Diamanten. Kardashian löste ihre Fesseln und schlug Alarm. Sie blieb körperlich unverletzt, stand aber unter Schock. Ihre Langzeit-Freundin Harouche hielt sich in einem Hotelzimmer in der Nähe auf und hörte alles mit an.

«Bei der heutigen Entscheidung geht es nicht um Entschädigung, sondern um Verantwortlichkeit und Anerkennung», teilten Kardashian und Harouche nach dem Gerichtsurteil mit. Das damalige Erlebnis sei zutiefst traumatisch gewesen und seine Folgen begleiteten die beiden bis heute. Nun hofften sie darauf, nach vorn blicken zu können.

Angeklagte waren im Durchschnitt rund 60 Jahre alt

Neun Jahre nach dem Raub hatte ein Gericht sieben Angeklagte im Mai 2025 zu Haftstrafen zwischen drei und acht Jahren verurteilt, die teils oder ganz zur Bewährung ausgesetzt wurden. Gegen einen weiteren Angeklagten wurde eine Geldstrafe verhängt. Zwei Beschuldigte wurden freigesprochen. Die Angeklagten im Durchschnittsalter von rund 60 Jahren, von denen einige schon etliche Jahre hinter Gittern verbracht hatten, wurden von der französischen Presse als «Opa-Gangster» beschrieben. Die millionenschwere Beute war nicht gefunden worden.

Quelle: dpa

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Belgier Peter de Caluwe wird Salzburger Festspielchef https://www.mainwelle.de/belgier-peter-de-caluwe-wird-salzburger-festspielchef-2436303/ Wed, 16 Sep 2026 15:17:20 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-695722 Der belgische Opernmanager Peter de Caluwe ist als künftiger Intendant der Salzburger Festspiele ausgewählt worden. Die Entscheidung wurde der Deutschen Presse-Agentur dpa aus Festspielkreisen bestätigt. Zuvor hatte der Sender ORF berichtet. Am Freitag soll die neue Leitung des renommierten Opern-, Konzert- und Theaterfestivals offiziell vorgestellt werden.

Der 1963 geborene de Caluwe leitete von 2007 bis 2025 das Opernhaus La Monnaie in Brüssel. Aktuell ist er Geschäftsführer des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2030 im belgischen Löwen.

Vorgänger Hinterhäuser ging im Streit

Die Salzburger Festspiele mussten eine neue Leitungsfigur finden, nachdem der langjährige Intendant Markus Hinterhäuser seinen Posten im März vorzeitig geräumt hatte. Grund für seinen Abgang war ein Streit mit dem Festspielkuratorium – den Vertretern der öffentlichen Geldgeber. Während Hinterhäusers Qualitäten als Programmgestalter außer Zweifel standen, war der Kulturmanager mit seinem Führungsstil angeeckt. Für die Festspielsommer 2026 und 2027 zeichnet die Deutsche Karin Bergmann als Übergangs-Intendantin verantwortlich.

Quelle: dpa

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Drei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in der Schweiz https://www.mainwelle.de/drei-tote-bei-absturz-von-kleinflugzeug-in-der-schweiz-2436288/ Wed, 16 Sep 2026 14:45:52 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-695545 Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in den Schweizer Alpen sind drei Menschen ums Leben gekommen. Das einmotorige Flugzeug war ursprünglich in Lugano im Tessin gestartet, wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte. Der Pilot wollte nach einem Zwischenstopp in Sitten nach Buochs im Kanton Nidwalden weiterfliegen. Die Maschine vom Typ Cirrus SR22 sei aus zunächst unbekannten Gründen am Dienstagnachmittag bei Leukerbad gegen einen Berg geprallt und abgestürzt, wie die Polizei erst am Mittwoch mitteilte. 

Anwohner alarmierten die Rettungskräfte, weil sie Rauch aufsteigen sahen. Sie rückten aus und stellten fest, dass die drei bei dem Absturz ums Leben gekommen waren, wie die Polizei weiter sagte. Die Identifizierung der Opfer war am Mittwoch noch im Gange.

Eine Cirrus SR22 ist ein einmotoriges Leichtflugzeug des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Cirrus mit vier Sitzen.

Quelle: dpa

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Kriegsverbrechen: 25 Jahre Haft für Kosovos Ex-Präsident https://www.mainwelle.de/kriegsverbrechen-25-jahre-haft-fuer-kosovos-ex-praesident-2435532/ Wed, 16 Sep 2026 13:14:25 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-693356 Nach einem mehrjährigen Prozess ist der Ex-Präsident des Kosovos, Hashim Thaci, wegen Kriegsverbrechen zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Kosovo-Sondergericht in Den Haag sah es unter anderem als erwiesen an, dass er in 96 Fällen für politische Morde verantwortlich war. Zudem wurden ihm weitere schwere Verbrechen wie Folter und Verfolgung sowie willkürliche Inhaftierung von Unschuldigen zur Last gelegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Thaci wies im Prozess jede Schuld von sich

Der 58-jährige Thaci hatte sich zuvor als «vollständig unschuldig» bezeichnet. Das Urteil, das der Vorsitzende Richter Charles Smith am Mittwoch verlas, nahm er äußerlich ungerührt entgegen. Für die Kriegsverbrechen, die Ende der 1990er-Jahre begangen wurden, hatte die Anklage für Thaci 45 Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung forderte Freispruch. Knapp 300 Zeugen hatten in dem Prozess ausgesagt, 155 Opfer waren an dem drei Jahre dauernden Verfahren beteiligt.

Laut Anklage gehörten Thaci und drei Mitangeklagte der Führungsriege der kosovo-albanischen Befreiungsarmee (KLA) an, die im Kampf um ihre politischen Ziele schwerste Verbrechen begangen haben soll. Der Richter betonte aber, dass es in dem Verfahren nicht um die Ziele oder die Vorgehensweise der KLA ging, sondern ausschließlich um «die individuelle Schuld der Angeklagten» für Kriegsverbrechen. Die drei anderen Angeklagten erhielten dafür ebenfalls hohe Gefängnisstrafen: Kadri Veseli wurde zu 18 Jahren verurteilt, Rexhep Selimi zu 13 Jahren und Jakup Krasniqi zu 25 Jahren. 

Einige andere Anklagepunkte, darunter Fälle von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wurden bei der Urteilsfindung nicht berücksichtigt, weil das Gericht dafür keine hinreichenden Beweise gesehen habe, wie der Richter erklärte. 

Ministerpräsident, Außenminister und Präsident

Thaci war zwischen 2008 und 2020 Ministerpräsident, Außenminister und Präsident des Kosovo. Er war von seinem Amt zurückgetreten, um sich dem Gericht in Den Haag zu stellen. Alle vier Angeklagten hatten führende Positionen in der KLA und nach dem Krieg hohe politische Ämter inne. Thaci war nach dem Krieg von Politikern im Westen über Jahre hinweg als Gesprächspartner für eine angestrebte friedliche Lösung des Konflikts zwischen dem Kosovo und Serbien akzeptiert und auch von deutschen Spitzenpolitikern empfangen worden. 

Die KLA hatte von 1998 bis 1999 gekämpft, um die Unabhängigkeit des vorwiegend von Albanern bewohnten Kosovos von Serbien zu erlangen. Das gelang schließlich mit Hilfe der Nato, nachdem serbische Sicherheitskräfte im Kosovo schwere Kriegsverbrechen an der kosovo-albanischen Bevölkerung verübt hatten. Mit diesen beschäftigte sich das von den UN eingerichtete Kriegsverbrecher-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien (ICTY). 

Das Kosovo-Sondertribunal wurde unabhängig davon auf internationalen Druck 2015 eingerichtet. Es gehört zum Justizsystems des Kosovos, ist aber besetzt mit internationalen Richtern und Anklägern. Es war aus Sicherheitsgründen nach Den Haag verlegt worden. Gegen die vier Urteile kann noch Berufung eingelegt werden. 

Empörung im Kosovo über Urteile in Den Haag 

Im Kosovo löste der Richterspruch Empörung aus. «Es ist eine traurige, ungerechte und unverdiente Entscheidung», sagte der kosovarische Außenminister Glauk Konjucfa zu kosovarischen Journalisten nach Verlassen des Gerichtssaals in Den Haag. Es sei ein «verheerendes Urteil für das Kosovo, für unseren Befreiungskrieg», fügte er hinzu. Im Krieg der KLA habe es «keinen kriminellen Mechanismus gegeben, um der Bevölkerung Schaden zuzufügen». 

Die oppositionelle Demokratische Partei des Kosovos (PDK), die Thaci nach dem Kosovo-Krieg 1999 gegründet und an deren Spitze er 17 Jahre lang gestanden hatte, bezeichnet das Urteil als «große Ungerechtigkeit». Die im Verfahren vorgebrachten Anschuldigungen und Beweise seien von der serbischen Propaganda «erfunden» worden, «um den gerechten Krieg der KLA zu kriminalisieren», hieß es in einer Mitteilung der Partei, die sie auf Facebook veröffentlichte. 

Tränengas gegen gewalttätige Demonstranten in Den Haag

Im ganzen Kosovo verfolgten Tausende Menschen auf Großbildschirmen im öffentlichen Raum die Urteilsverkündung. Mehrere Hundert Thaci-Anhänger demonstrierten in der Folge in Pristina vor dem Sitz der EU-Rechtsstaatsmission Eulex. Einige von ihnen warfen Steine gegen das Gebäude. Große Proteste mit mehreren Zehntausend Teilnehmern gegen das Verfahren hatte es am vergangenen Samstag gegeben. 

In Den Haag protestierten am Mittwoch laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mehrere Hundert Kosovaren gegen den Prozess und die Urteile. Sicherheitskräfte seien mit Steinen beworfen worden. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, um gewalttätige Demonstranten zu vertreiben.

Quelle: dpa

 

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Formel 1 fährt Risiko: Nahost-Rennen im Kalender für 2027 https://www.mainwelle.de/formel-1-faehrt-risiko-nahost-rennen-im-kalender-fuer-2027-2435475/ Wed, 16 Sep 2026 09:29:34 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-693207 Die Formel 1 plant trotz des andauernden Iran-Kriegs für die kommende Saison wieder mit den lukrativen Stationen im Nahen Osten. Nach den Testfahrten in der Wüste von Sakhir vom 24. bis 27. Februar soll das WM-Jahr dort auch am 14. März mit dem Grand Prix von Bahrain beginnen. Eine Woche später steht das Rennen in Saudi-Arabien an, wie die Organisatoren der Rennserie nach ungewöhnlich langer Bedenkzeit jetzt mitteilten. Die letzten beiden der 24 geplanten WM-Läufe sollen am 5. Dezember in Katar und eine Woche später in Abu Dhabi gefahren werden. 

In dieser Saison wurden die Gastspiele in Bahrain und Saudi-Arabien im April aus Sicherheitsgründen wegen des Iran-Kriegs abgesagt. Das Bahrain-Rennen wird stattdessen mit Malaysia als Austragungsort am 4. Oktober nachgeholt. Noch offen ist, ob die Grand Prix in Katar und Abu Dhabi wie geplant in diesem Jahr die Weltmeisterschaft abschließen können. Als Alternative im Fall einer Absage ist ein Finale in Imola im Gespräch.

Die Stationen im Nahen Osten sind für die Formel 1 von großem finanziellem Reiz. Die Gastgeber zahlen der Rennserie jährlich jeweils mittlere zweistellige Millionensummen als Antrittsgage. 

Zwei Strecken geben Comeback

Der nun veröffentlichte Kalender-Entwurf für 2027 sieht die Rückkehr der Rennstrecke im portugiesischen Portimão für den 20. Juni vor. Der Große Preis der Türkei in Istanbul soll am 3. Oktober sein Comeback geben. Nicht mehr dabei ist das niederländische Zandvoort, nachdem die Ausrichter ihren Vertrag aus finanziellen Gründen nicht verlängert hatten.

Barcelona legt im künftigen jährlichen Wechselspiel mit Spa eine Pause ein, in Belgien wird am 25. Juli gefahren. 2027 sollen insgesamt zehn Sprintrennen durchgeführt werden, darunter erstmals auch in Monaco am ersten Juni-Wochenende.

Quelle: dpa

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Sophie Marceau übers Altern: «Genieße die Reife» https://www.mainwelle.de/sophie-marceau-uebers-altern-geniesse-die-reife-2435430/ Wed, 16 Sep 2026 09:10:52 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-693070 Die berühmte französische Schauspielerin Sophie Marceau freut sich über die Weitsicht des Alters. «Ich genieße auf jeden Fall die Reife, die dieses Alter mit sich bringt», sagte die 59-Jährige der Zeitschrift «Bunte». «Ich möchte gerne meine Erfahrungen mit den Kids von heute teilen und für sie da sein, wenn sie Hilfe oder Rat brauchen.»

Über ihre eigenen Kinder meint der einstige Teenie-Star: «Ich glaube, sie sind zu behütet. Sie haben im Leben noch nicht genügend experimentiert, um mit dem klarzukommen, was wir als Eltern alles durchgemacht haben.» Mit Blick auf ihren im November anstehenden Geburtstag gibt die Französin zu: «Ich komme mir ein bisschen wie meine Großmutter vor. Denn früher dachte ich, mit 60 bist du eine Oma.» Sie stelle sich aber darauf ein und akzeptiere es. Und wie wäre es, tatsächlich Oma zu werden? «Ich glaube, dass mir das gut gefallen würde.»

Durch den Kultfilm «La Boum – Die Fete» kam Marceau 1980 in Frankreich groß raus. Mitte November wird die Schauspielerin 60 Jahre alt.

Quelle: dpa

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Militärkreise im Jemen: Huthi graben sich bei Meerenge ein https://www.mainwelle.de/militaerkreise-im-jemen-huthi-graben-sich-bei-meerenge-ein-2435361/ Wed, 16 Sep 2026 08:52:40 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692907 Die Huthi bauen nach dpa-Informationen ihre Stellungen um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab aus. Wie eine den Streitkräften der international anerkannten Regierung nahestehende Quelle mitteilte, hoben die Rebellen etwa Gräben aus, um die kürzlich eroberten Gebiete an der jemenitischen Rotmeerküste zu verteidigen. Auch von Minen war die Rede, ob von Seeminen oder Landminen blieb jedoch unklar.

Die mit dem Iran verbündeten Huthi hatten in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen überrannt und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie haben damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien. 

Die international anerkannte Regierung des Jemen liefert sich mit ihren Verbündeten Saudi-Arabien und verschiedenen Milizen einen Bürgerkrieg mit den Huthi. Die Huthi, die seit Jahren die Hauptstadt Sanaa und weitere Gebiete kontrollieren, sind inzwischen auf dem Vormarsch. Knapp 100.000 Menschen waren UN-Angaben zufolge infolgedessen auf der Flucht.

Quelle: dpa

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Ex-Bundesliga-Coach Tedesco bei Bologna freigestellt https://www.mainwelle.de/ex-bundesliga-coach-tedesco-bei-bologna-freigestellt-2435352/ Wed, 16 Sep 2026 08:50:04 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692880 Der frühere Bundesliga-Coach Domenico Tedesco ist nach nur wenigen Wochen beim italienischen Erstligisten FC Bologna schon wieder freigestellt worden. Das teilte der Club mit und ernannte Raffaele Palladino zu seinem Nachfolger. Tedesco, der ehemalige Trainer vom FC Schalke 04 und RB Leipzig, hatte mit Bologna in der Serie A aus den ersten vier Spielen nur einen Punkt geholt.

Anfang des Monats hatte Tedesco, der in der vergangenen Saison noch Fenerbahce Istanbul trainierte und auch schon Nationaltrainer Belgiens war, beim 2:2 gegen Sassuolo Calcio in der Nachspielzeit den Schiedsrichter verbal attackiert und auch in den Kabinen weiter gewütet. Der Trainer sah die Rote Karte und wurde daraufhin von der Liga wegen «äußerst respektlosen Verhaltens» für zwei Spiele gesperrt. Da das Team des Deutsch-Italieners auch am vergangenen Wochenende 0:1 in Neapel verlor, steht Bologna nach vier Spielen mittlerweile auf Platz 16.

Quelle: dpa

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«Fußball macht’s vor»: Wie oft Ski-WM ergibt Sinn? https://www.mainwelle.de/fussball-machts-vor-wie-oft-ski-wm-ergibt-sinn-2435280/ Wed, 16 Sep 2026 08:17:36 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692700 Von Intrigen, Machtspielen und sportpolitischen Winkelzügen wie bei der FIFA ist der Ski-Weltverband Fis zwar weit weg. Und auch Alexander Ospelt als frischer Präsident gilt bisher nicht gerade als Gianni Infantino des Wintersports. Und doch hat Ospelt, der erst im Juni in einer denkbar knappen Abstimmung den umstrittenen Amtsinhaber Johan Eliasch ablöste, mit der angedachten Kalender-Revolution für Kontroversen gesorgt und polarisiert.

Der Plan seiner Fis: Im alpinen und im nordischen Skisport sowie im Snowboard- und Freestyle-Bereich könnten künftig in jedem Nicht-Olympia-Jahr statt wie bislang nur in allen ungeraden Jahren Weltmeisterschaften stattfinden.

Neue Chancen für China und Südkorea?

Konkret: 2032 und 2036, vielleicht sogar schon kurzfristig 2028 würde es zusätzliche und bislang nicht eingeplante Titelkämpfe geben. «Der WM-Titel bedeutet für Athleten auch finanziell sehr viel. Die Gespräche gab es schon lang, wir würden das jedenfalls zugunsten der Athleten machen. Gleichzeitig geht es auch um kleinere Länder, die mit einer WM mehr neue Ziele hätten», begründete Ospelt – ein Anwalt aus Liechtenstein. Er nannte China, Japan und Südkorea als Beispiele für mögliche Ausrichter.

Ospelts Plan erinnert ein wenig an Eliaschs Idee der Fis-Games, der in just jenen Jahren (2028, 2032, 2036) alle Sportarten des Weltverbands bei einer Art Mini-Olympia bündeln wollte. Das neue Vorhaben geht aber von verschiedenen Austragungsorten aus. Womit die Fis offenbar nicht rechnete: Athleten, Ex-Athleten und Verbände reagierten kritisch und zurückhaltend auf die Vorschläge und die Art, wie die Fis diese präsentierte.

Österreichs Skiverband in der Opposition

«Wir waren schon etwas erstaunt, dass hier offenbar bereits eine grundsätzliche Richtung vorgegeben wurde», sagte Stefan Schwarzbach als Vorstandsmitglied des Deutschen Skiverbands (DSV) auf dpa-Anfrage. «Bei einer so weitreichenden Veränderung wäre es aus unserer Sicht vielleicht nicht ganz verkehrt gewesen, die nationalen Verbände in ihrer Rolle und Verantwortung als potenzielle Veranstalter noch intensiver einzubeziehen.»

Österreichs Skiverband, der aufgrund zahlreicher potenzieller Austragungsorte als einflussreich und bedeutend gilt, ging gar in die Opposition. Der Plan sei «aus sportlicher und strategischer Sicht nicht sinnvoll», hieß es vom ÖSV. Als Gründe nannte der Verband «Inflationierung» und «schleichende Entwertung des sportlichen Stellenwerts» einer WM. Auch deshalb kam es vergangene Woche in Innsbruck zu einem Treffen von Weltverband und ÖSV.

Möglicher Termin Anfang Februar

In anderen Wintersportarten ist diese Inflationierung bereits zu beobachten. So wird im Eishockey jedes Jahr, auch in Olympia-Jahren, ein Weltmeister gesucht. Beim Biathlon-Weltverband IBU ist der Rhythmus bereits so, wie ihn die Fis künftig plant. «Fast alles, was es zu oft gibt, ist schlecht», sagte Alpin-Olympiasieger Beat Feuz dem Schweizer «Blick». 

«Der Fußball macht’s vor: Alle zwei Jahre eine WM oder eine EM, dann schauen auch diese Leute hin, die sich sonst nicht interessieren. Es ist viel exklusiver», fügte Feuz an. Präsident Ospelt begrüßte die offene Debatte über den bislang nicht beschlossenen Plan. Er wolle nichts falsch machen und «alle in die neue Diskussion einbeziehen». Ziel sei ein konstanter und langfristiger Weltcup-Kalender «mit einer Anfang Februar fix integrierten WM», sagte der Präsident.

Deutscher Verband will «keine Blockade»

Selbstverständlich würde Deutschland als potenzieller Gastgeber von großen Events eine wichtige Rolle zufallen. «Eine höhere Frequenz darf am Ende nicht dazu führen, dass der sportliche Wert und damit auch die Bedeutung eines WM-Titels verwässert werden», sagte Schwarzbach. Beim Biathlon führe man diese Debatte derzeit genau andersherum – ob es nicht Sinn mache, nur alle zwei Jahren eine WM zu veranstalten statt in drei von vier Jahren.

«Unser Ziel ist ausdrücklich keine Blockade. Aber wir müssen vermeiden, dass eine gut gemeinte Veränderung des WM-Zyklus am Ende mehr schadet als nutzt. Deshalb braucht es eine gemeinsame Lösung, die dem Sport, den Athleten und auch den Veranstaltern nachhaltig einen Mehrwert bringt», betonte Schwarzbach. Was für die Fis wirtschaftlich interessant sei, sei nicht zwangsläufig auch für die nationalen Verbände attraktiv.

Offen ist auch, ob der neue Rhythmus zwingend für alle Fis-Sparten kommen müsste. Während der alpine Markt als groß gilt, ist der Kreis an Interessenten beim nordischen Skisport eher begrenzt. So sind die nächsten drei WM-Orte Falun (Schweden), Lahti (Finnland) und das bayerische Oberstdorf nach zehn beziehungsweise zwölf Jahren Pause schon wieder als Ausrichter am Zug. Die letzte WM außerhalb von Europa gab es 2007 im japanischen Sapporo.

Quelle: dpa

 

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Wegen Asylplan: Dorf will nicht mehr britisch sein https://www.mainwelle.de/wegen-asylplan-dorf-will-nicht-mehr-britisch-sein-2435223/ Wed, 16 Sep 2026 13:30:47 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692612 Unterstützt von der rechtsextremen Partei Restore Britain strebt ein kleines Dorf in England aus Protest gegen die Unterbringung von Asylsuchenden symbolisch die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich an. Die große Mehrheit der gut 350 Einwohnerinnen und Einwohner von Piddington stimmte bei einem rechtlich wirkungslosen Referendum entsprechend ab, wie britische Medien übereinstimmenden berichteten.

Zuvor hatte die Regierung Pläne veröffentlicht, das nahe gelegene ehemalige Militärgelände Bicester für zehn Jahre in eine Asylunterkunft umzuwandeln. Die maximale Kapazität soll bei rund 1.250 Menschen liegen.

Premierminister Andy Burnham sagte am Mittag, er verstehe, wie stark die Stimmung zu dem Thema im Land sei. «Es ist schwierig, und selbstverständlich werde ich mir die Anliegen ansehen, die von der Gemeinde und im Rahmen des Referendums vorgebracht wurden», sagte er der Nachrichtenagentur PA zufolge. «Aber wir müssen sicherstellen, dass wir einen fairen Plan haben und gleichzeitig die Zahlen senken – und die Zahlen gehen inzwischen deutlich zurück.»

Beim Referendum am Dienstag war Rupert Lowe, der Vorsitzende von Restore Britain, im Dorf zu sehen. Er gab zahlreiche Interviews. Lowe war 2024 für die rechtspopulistische Partei Reform UK ins Parlament gewählt worden, trat aber unter anderem nach Differenzen mit Reform-Chef Nigel Farage aus. Seitdem sitzt er als unabhängiges Mitglied im Unterhaus. Restore Britain wird politisch noch weiter rechts als Reform UK eingeordnet.

Migration als Wahlkampfthema

Migration ist in Großbritannien seit Jahren ein Wahlkampfthema. Insbesondere Reform UK erstarkte mit der Ankündigung eines strikteren Kurses. Den von der Regierung veröffentlichten Statistiken zufolge steigen die Einwanderungszahlen im Vereinigen Königreich jedoch nicht an. Im Gegenteil: Bei der Nettozuwanderung wurde im vergangenen Jahr ein deutlicher Rückgang verzeichnet. Burnham sagte, die Zahlen «liegen jetzt auf dem niedrigsten Stand seit sieben Jahren».

Quelle: dpa

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Von der Leyen will eigenen Artikel 4 für die EU https://www.mainwelle.de/von-der-leyen-will-eigenen-artikel-4-fuer-die-eu-2435214/ Wed, 16 Sep 2026 12:39:26 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692582 EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will einen von der Nato unabhängigen Notfallmechanismus für Sicherheitskrisen unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs schaffen. «Wir brauchen einen Mechanismus analog zum Artikel 4 des Nato-Vertrags», sagte die deutsche Spitzenpolitikerin in ihrer diesjährigen Rede zur Lage der Europäischen Union. Zudem kündigte von der Leyen ein Konzept für einen Europäischen Sicherheitsrat an.

Sicherheitsfachleute äußerten sich in ersten Reaktionen allerdings kritisch und bezweifelten, ob die Vorschläge für mehr Sicherheit sorgen. Die langjährige Nato-Sprecherin Oana Lungescu kommentierte, es sei schwer zu erkennen, wie Russland durch einen neuen Sicherheitsrat sowie durch Protokolle und Handlungsleitfäden abgeschreckt werden solle, die es in beiden Organisationen bereits gebe. Was Russland abschrecke, seien eine massive Steigerung der Rüstungsproduktion und der Wille, dem Land Kosten aufzuerlegen.

Von der Leyen hatte zuvor zu ihrem Vorstoß für einen europäischen Artikel-4-Mechanismus erklärt, dieser solle vorsehen, dass alle Mitgliedstaaten zusammenkommen, wenn ein Mitgliedstaat ihn auslöse. Gemeinsam solle dann eine europäische Antwort koordiniert werden, um gegen eine weitere Eskalation abzuschrecken und die Auswirkungen abzumildern.

Nato-Verfahren als Vorbild

Der von der Kommissionspräsidentin als Vorbild für einen EU-Mechanismus erwähnte Artikel 4 sieht Beratungen vor, wenn sich ein Nato-Staat in seiner Sicherheit bedroht sieht. Konkret heißt es darin: «Die Parteien werden einander konsultieren, wenn nach Auffassung einer von ihnen die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist.»

Seit Gründung des Bündnisses 1949 wurde Artikel 4 neun Mal in Anspruch genommen – zuletzt 2025 auf Antrag Estlands, nachdem drei russische Kampfjets dessen Luftraum verletzt hatten. Die Konsultationen sind ein politisches Signal der Bündnissolidarität, können aber auch zu konkreten gemeinsamen Maßnahmen führen – etwa zusätzlicher Unterstützung bei Abschreckung und Verteidigung.

Die EU verfüge bereits über viele Instrumente und verstärke die Zusammenarbeit mit der Nato, sagte von der Leyen in der Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. Aber die Doktrin, die Institutionen und die Entscheidungsfindung in der EU hätten nicht mit der neuen Realität Schritt gehalten.

«Unsere Systeme waren für eine andere Welt gemacht. Sie wurden von gut gemeinten Konsens- und Kompromissversuchen geprägt», fügte die CDU-Politikerin hinzu. Man brauche dringend einen Konsens darüber, wie auf bestimmte Vorfälle zu reagieren sei. Dabei gehe es um Vorfälle unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs – die aber trotzdem eindeutig die nationale Sicherheit bedrohten.

Leipziger Sprengstoffdrohne als mahnendes Beispiel

Als ein Beispiel nannte von der Leyen unter anderem den Fall der am Flughafen Leipzig/Halle entdeckten Sprengstoffdrohne. «Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was da geschehen ist. Ein Angriff mit militärischem Material, durchgeführt von russischen Agenten auf europäischem Boden», sagte sie. Solche Attacken könne man nicht zulassen.

«Cyberangriffe, Sabotage, Brandstiftung, Drohnenangriffe: Inzwischen gibt es sie jeden Tag. Wenn also die Bedrohungslage ernster wird, muss auch die Abwehrbereitschaft Europas größer werden», sagte sie.

Schon Merkel wollte Sicherheitsrat

Zur bereits seit Jahren diskutierten Idee eines Europäischen Sicherheitsrats sagte sie, man habe mit Partnern wie Kanada, Norwegen, der Ukraine, Großbritannien lange über ein Format auf Ebene der Staats- und Regierungschefs diskutiert, das sich mit der Sicherheit des Kontinents befasse. Dies sei angesichts der Art und des Ausmaßes der aktuellen Bedrohungen jetzt noch dringlicher. Deshalb werde man demnächst konkret darlegen, wie ein Europäischer Sicherheitsrat Wirklichkeit werden kann.

Für einen Europäischen Sicherheitsrat hatte bereits 2018 die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel geworben. Damals war die Idee, dass ein kleineres, teilweise rotierend besetztes Gremium außen- und sicherheitspolitische Entscheidungen der EU schneller vorbereiten sollte.

Das Vorhaben wurde jedoch nie umgesetzt – unter anderem wegen ungeklärter Kompetenzen und der Sorge kleinerer EU-Staaten vor einem Direktorium der großen Länder. Angesichts des Ukraine-Kriegs, der wachsenden Unsicherheit über die Rolle der USA und der zunehmenden Bedeutung informeller Staatengruppen gewann die Idee zuletzt wieder an Dynamik. EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius schlug Anfang 2026 einen Rat von etwa zehn bis zwölf Mitgliedern vor. Anders als in früheren Modellen sollen inzwischen auch wichtige Nicht-EU-Partner wie Großbritannien, Norwegen und die Ukraine eingebunden werden.

Kritik auch aus der EVP

Selbst aus der europäischen Parteienfamilie von der Leyens kam am Mittwoch allerdings Kritik. Ein Europäischer Sicherheitsrat sei die falsche Antwort auf ein echtes Problem, kommentierte der Europaabgeordnete und frühere estnische Militärchef Riho Terras. Man brauche keine parallele Struktur zur Nato.

Marta Prochwicz von der Denkfabrik European Council on Foreign Relations (Europäischer Rat für Auswärtige Beziehungen) kommentierte: «Europa hat bereits genügend Foren zum Reden – was fehlt, ist ein Weg, Russland einen Preis zahlen zu lassen.» Die Lücke liege nicht bei der Einberufung von Beratungen, sondern beim Willen zum Handeln.

Quelle: dpa

 

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Ed Sheeran verliert nach Macklemore-Aus weitere Support-Acts https://www.mainwelle.de/ed-sheeran-verliert-nach-macklemore-aus-weitere-support-acts-2435199/ Wed, 16 Sep 2026 07:38:37 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692490 Nach dem Ausschluss von US-Rapper Macklemore wegen propalästinensischer Äußerungen wollen vier weitere Support-Acts nicht mehr bei der Tour von Popstar Ed Sheeran auftreten. «Ich würde jeden Respekt vor mir selbst verlieren, wenn ich einfach weitermachen würde wie bisher», teilte der irische Singer-Songwriter Aaron Rowe bei Instagram mit. «Free Palestine» schrieb der Musiker am Ende seines Statements.

Lukas Graham, der ebenfalls als Support-Act in den USA auftreten sollte, schrieb in einem Statement: «Wir sollten in der Lage sein, über Krieg zu sprechen, über getötete Zivilisten, über Kinder, die das Recht haben, aufzuwachsen. Wo auch immer sie leben.» Auch die Band Beoga und Finneas O’Connell, auch bekannt als enger Wegbegleiter seiner Schwester Billie Eilish, sagten ihre Teilnahme an den noch ausstehenden Tourdaten auf Instagram ab.

Berichten zufolge haben damit alle verbleibenden Support-Acts ihre Teilnahme abgesagt. Sheeran ist mit seiner «Loop»-Tour noch bis November in den USA unterwegs, danach sind Konzerte in Mexiko und Südamerika angesetzt.

Israeli-American Council startete Petition

Zuvor hatte Macklemore mitgeteilt, dass «Ed Sheeran und sein Team» ihn aus der Tour gestrichen hätten. Laut Medienberichten hatte der 43-Jährige auf Konzerten etwa gesagt: «Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine.» 

Die Organisation Israeli-American Council (IAC) hatte laut Medien daraufhin eine Petition gestartet, in der sie Sheeran dazu aufrief, den Rapper auf seiner Tour nicht weiter auftreten zu lassen.

Das sagt Ed Sheeran

Ed Sheeran bezog ebenfalls Stellung: Das sei die Entscheidung des Tourveranstalters gewesen, nicht seine, schrieb Sheeran am Dienstag auf Instagram. Er selbst habe in den vergangenen Tagen ausgiebig unter anderem mit Vertretern der Veranstaltungsorte, dem Tourveranstalter und «Aktivisten auf beiden Seiten» gesprochen, um eine gemeinsame Lösung zu finden, aber ohne Erfolg. Unterdessen kündigten weitere Musiker an, nicht mehr im Rahmen von Sheerans Tour auftreten zu wollen.

Er sei «entsetzt» vom Nahost-Konflikt und dem Leid auf beiden Seiten, schrieb Sheeran weiter. «Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass ich diese nicht habe, und es heißt auch nicht, dass es mir egal ist.»

Quelle: dpa

 

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Queen-Drummer Roger Taylor: «Macht die Welt nicht kaputt» https://www.mainwelle.de/queen-drummer-roger-taylor-macht-die-welt-nicht-kaputt-2435184/ Wed, 16 Sep 2026 07:30:27 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692466 «Eigentlich spricht der Albumtitel schon für sich», sagt Roger Taylor (77) im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Violence Insane in a Beautiful World» heißt das siebte Soloalbum des Queen-Schlagzeugers. «Es gibt gerade so viel Gewalt auf der Welt, Kriege und das alles. Und trotzdem ist es eine schöne Welt. Ich will einfach nur sagen: Macht sie nicht kaputt.»

Auf den Beginn mit Vogelzwitschern, harmonischem Piano und den Stimmen des südafrikanischen Ndlovu Youth Choir in «A Beautiful World» folgen harte E-Gitarren, ein stampfendes Schlagzeug und eine verzerrte Stimme in «Violence Insane». Schönheit und Gewalt – «die beiden gehören irgendwie zusammen».

Was folgt, ist eine eklektische Mischung unterschiedlichster Songs, die sich über die Jahre angesammelt hätten. Die vorab veröffentlichte, mitreißende Single «Come on Summer (It’s Party Time)» mit dem südafrikanischen Ndlovu Youth Choir ist eines der Highlights auf dem vielseitigen Album.

Abrechnung mit Rechtspopulist Farage

Anders als mit Queen wird Taylor explizit politisch. «Ein Mann ohne Moral und echte Qualitäten», singt er in «Chump». Gemeint ist Nigel Farage, Parteichef der rechtspopulistischen Reform UK. «Da mache ich kein Geheimnis draus», so Taylor. «Ich kann es einfach nicht fassen, dass dieser furchtbare Mann auf gewisse Weise einer der mächtigsten Menschen der Welt ist.»

Bei Queen sei es um Unterhaltung gegangen, sagt Taylor, der für die Band Welthits wie «Radio Ga Ga» und «A Kind of Magic» schrieb. «Aber wenn man eine Soloplatte für sich selbst macht, kann man sagen, was man will. Da muss man sich keine Gedanken machen, was andere denken.» – das ist einfach deine eigene Meinung.»

Freundlichkeit, Liebe und Fotos vom Essen

Davon abgesehen ist «Violence Insane in a Beautiful World» ein überwiegend positives Album. «Irgendwann kommt eine Zeit, in der Freundlichkeit das Einzige ist, was zählt», singt Taylor in «What Really Matters». Die Erkenntnis sei ihm im Alter gekommen, erzählt der 77-Jährige. Freundlichkeit sei «einfach diese Riesen-Superkraft».

«I See You Now» ist eine Liebeserklärung an seine Ehefrau Sarina. «Sie ist wahrscheinlich der netteste Mensch, den ich kenne.» Die andere Ballade des Albums ist eine Coverversion von John Lennons «Jealous Guy».

Amüsant ist «Don’t Photograph Food», mit dem sich der Schlagzeuger über die Social-Media-Nutzer lustig macht. Er singt über Simpsons-Wolken – eine Anspielung auf den Vorspann der Kultserie, über schnelle Autos und Essen. «Fotografiert nicht das Essen», sagt er und lacht. «Ich weiß, wie das aussieht.»

Mit seiner markanten Stimme sang Roger Taylor auch schon einige Queen-Songs. Leadsänger habe er aber nie sein wollen. «Wir hatten schließlich Freddie Mercury», sagt er. «Ich wollte einfach nur in einer Band sein.» Solo klingt Taylor aber auch ziemlich gut.

Quelle: dpa

 

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Ukraine: Drohne tötet fünf Menschen in Bus – Zug getroffen https://www.mainwelle.de/ukraine-drohne-toetet-fuenf-menschen-in-bus-zug-getroffen-2435160/ Wed, 16 Sep 2026 09:58:52 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-692423 Ein russischer Drohnenangriff hat im Süden der Ukraine mindestens fünf Menschen in einem Linienbus in den Tod gerissen. Außerdem seien mindestens sieben Passagiere bei dem feindlichen Angriff in der Region Nikopol verletzt worden, teilte der Gouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. «Die sieben Verletzten befinden sich derzeit in ärztlicher Obhut. Sie erhalten alle notwendige Hilfe», sagte er. Er warf Russland Terror vor und veröffentlichte zudem ein Foto von dem getroffenen Bus, an dem Blutspuren zu sehen sind.

Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew meldete erneut russische Angriffe. Es stünden Lagerhallen in Flammen und es gebe einen Verletzten, teilten die Behörden mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Personenzug Kiew-Mykolajiw getroffen

Im Gebiet Mykolajiw berichtete die ukrainische Eisenbahngesellschaft vom Einschlag einer Drohne in den Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew-Mykolajiw. Die 170 Passagiere konnten sich demnach alle rechtzeitig in Sicherheit bringen. Niemand sei verletzt worden, hieß es. Der Zug geriet demnach in Brand. Auch in Kowel im Nordwesten der Ukraine im Gebiet Wolyn sei eine Lokomotive getroffen worden.

Russland hatte seine Angriffe auf Züge und Eisenbahnanlagen zuletzt intensiviert. Die Ukraine beklagt, dass hunderte Lokomotiven beschädigt oder zerstört worden seien und ersetzt werden müssen.

Die ukrainische Flugabwehr bestätigte am Morgen den Einschlag mehrerer Drohnen. Insgesamt habe Russland mit 80 Flugobjekten angegriffen. Davon seien mehr als 60 unschädlich gemacht worden.

Selenskyj forderte schärfere Sanktionen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach bei Telegram von einem «Akt der Barbarei». Russland müsse mit härteren Sanktionen seitens der USA und der EU gezwungen werden, den sinnlosen Krieg zu beenden. Es dürfe keinerlei Zugeständnisse an den Aggressor in Form gelockerter Sanktionen geben, warnte er. «Angesichts der täglichen brutalen Morde durch Russland ist es wichtig, dass die Sanktionen als Reaktion auf den Krieg streng bleiben», sagte er. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, den Druck zu verringern.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

Quelle: dpa

 

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TV-Helikopter stürzt in Los Angeles ab – mehrere Tote https://www.mainwelle.de/tv-helikopter-stuerzt-in-los-angeles-ab-mehrere-tote-2435022/ Wed, 16 Sep 2026 07:46:56 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260916-930-691935 Beim Absturz eines Hubschraubers im Auftrag des Nachrichtensenders NBC Los Angeles sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern sei eine Journalistin, der Pilot der Maschine und ein Fußgänger, berichtete NBC News unter Berufung auf die Feuerwehr. Mindestens zwei weitere Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es.

Der Hubschrauber des Unternehmens Angel City Air sei zum Zeitpunkt des Absturzes im Auftrag des Lokalsenders NBC Los Angeles unterwegs gewesen, um über einen Verkehrsunfall in unmittelbarer Nähe zu berichten. Kurz vor dem Absturz habe der Sender den Kontakt zu den Menschen an Bord verloren, hieß es. Das Hubschrauberunternehmen äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Der Helikopter stürzte den Angaben zufolge am Dienstagabend (Ortszeit) im nordwestlichen Stadtteil Chatsworth zwischen zwei Geschäftsgebäuden auf einen Parkplatz ab und ging in Flammen auf. Mehr als 50 Feuerwehrkräfte seien im Einsatz gewesen, um den Brand zu löschen, teilte die Feuerwehr mit.

Tödlicher Verkehrsunfall in der Nähe

In der Nähe habe sich kurz zuvor ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, so die Feuerwehr. Ein Auto war demnach mit einem Linienbus zusammengestoßen, dabei seien mindestens zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Örtlichen Medien zufolge flogen im Anschluss mehrere Nachrichtensender mit Hubschraubern über die Unfallstelle und berichteten über den Zusammenstoß.

Wie es zu dem Absturz kam, war zunächst nicht bekannt. Der Vorfall wird nach Angaben der Feuerwehr von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB und der Luftfahrtbehörde (FAA) untersucht.

Bürgermeisterin: «Tragische Nacht» für Los Angeles

«Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Familien, Freunden und Kollegen der Menschen, die ihr Leben verloren haben», hieß es einer gemeinsamen Mitteilung von NBC Los Angeles und seinem spanischsprachigen Schwesternsender Telemundo 52.

Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, sprach von einer «tragischen Nacht» für die Stadt. «Ich bin unseren Feuerwehrleuten, Rettungssanitätern und Polizeibeamten zutiefst dankbar, die sofort an zwei unglaublich schwierigen Einsatzorten zur Stelle waren», schrieb sie auf der Plattform X. Auch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom sprach den Angehörigen der Opfer beider Unfälle sein Beileid aus.

Quelle: dpa

 

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