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Habeck kritisiert Söders Rolle in ersten Pandemie-Monaten

Berlin (dpa) – In seinem neuen Buch kritisiert Grünen-Chef Robert Habeck Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für dessen Rolle in den ersten Monaten der Corona-Pandemie. «Vorsitz heißt, sich zurückzunehmen und zusammenzuführen», schreibt Habeck in seinem an diesem Donnerstag erscheinenden Buch «Von hier an anders. Eine politische Skizze». Bis zum 30. September hatte Bayern den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz der Länder inne.

Wenn man wolle, dass «lauter vor Selbstbewusstsein strotzende Ministerpräsident*innen» zu einer gemeinsamen Linie fänden, müsse man mit gutem Beispiel vorangehen und sich zurückhalten, so Habeck. «Markus Söder hingegen preschte permanent mit eigenen Teststrategien, eigenen Verboten, eigenen Regeln vor – freilich ohne damit die hohen Infektionszahlen in Bayern in den Griff zu bekommen.» Er habe seine Kolleginnen und Kollegen regelmäßig vorgeführt, so dass diese sich auf eigene Strategien verlegt hätten. Die Konsequenz: «Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenzen reichten an die Dramatik des Infektionsgeschehens nicht heran.»