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Elektrolyse-Anlage in Wunsiedel rechnet sich für die Gemeinde nicht

In Wunsiedel steht Bayerns größte Produktionsanlage für grünen Wasserstoff. Seit Monaten steht die Anlage aber still. Für die Stadt lohne sich der Betrieb wirtschaftlich nicht, sagt Stadtwerke-Chef Marco Krasser. Deren Wunsch sei es, die Anlage mit günstigerer Wind- und Sonnenergie aus der Region zu betreiben. Wegen der Strompreisbremse der Bundesregierung müsste die Stadt den erzielten Gewinn aber abgeben. Krasser im Mainwelle-Interview:

„Es ist einfach ein riesiger Vertrauensverlust gegenüber der größeren Politik., wenn solche Pionierprojekte dann kaputt gemacht werden. Die Elektrolyse-Anlage steht in Wunsiedel und sie wird auch irgendwann in Betrieb gehen und grünen Wasserstoff produzieren. Aber eben mit einem nicht unerheblichen Schaden, der dabei entstanden ist.“

Wunsiedels Bürgermeister Nicolas Lahovnik hat sich unterdessen ans Bundeswirtschaftministerium gewandt – mit der Bitte um eine Gesetzesänderung. Eine Antwort aus Berlin lässt aber noch auf sich warten.

mz