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Viele Besucher feiern Einheitstag in «Little Berlin»

Töpen (dpa) – Zahlreiche Besucher haben im einst geteilten Dorf Mödlareuth an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen den Tag der Deutschen Einheit gefeiert. 17 Verbände und Institutionen erinnerten unter dem Motto «Mödlareuth – grenzenlos bunt» im Deutsch-Deutschen Museum daran, dass der Ort durch die innerdeutsche Mauer lange Zeit getrennt war. Am Nachmittag fand bei herbstlich mildem Wetter eine Kundgebung der CSU statt, an der auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) teilnahm.

Das Stasi-Unterlagen-Archiv Gera bot eine Bürgerberatung zu der Frage, wie Menschen ihre Stasi-Akte einsehen können. Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit stellte ihre neue App «Grenzland» vor und informierte über ihr Bildungsangebot. Außerdem gab es Ausstellungen und einen ökumenischen Gottesdienst.

In Mödlareuth, wo heute rund 50 Menschen leben, sind Teile der Mauer und der Sperranlagen erhalten und können im Freilichtmuseum besichtigt werden. Als «Little Berlin» hatte der kleine Ort einst internationale Bekanntheit erlangt.

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