Polizisten stehen bei einem Einsatz auf der Straße., © Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild

Durchsuchungen wegen Kinderpornografie in Unterfranken

Wegen Verdachts auf Kinderpornografie hat die Polizei in Unterfranken 30 Anwesen untersucht und mehrere Verdächtige vorläufig festgenommen. Die Beschuldigten sind alle männlich und zwischen 14 und 61 Jahre alt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Ihnen wird vorgeworfen, die Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs entweder besessen, erworben oder verbreitet zu haben. Mangels Haftgründen wurden sie nach den Durchsuchungen am Mittwoch und Donnerstag wieder entlassen.

In der Region Main-Rhön durchsuchten die Ermittler 13 Objekte, im Bereich Untermain elf und im Gebiet Mainfranken sechs Anwesen. Bei einem Verdächtigem wurde neben kinderpornografischem Material auch Amphetamin sowie eine scharfe Schusswaffe samt Munition gefunden. Bei einem anderen stellten die Polizisten ein verbotenes Butterflymesser sicher.

Das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet von einem sehr starken Anstieg bei Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung pornografischer Schriften. In Unterfranken stieg die Zahl der Fälle von 263 Taten im Jahr 2019 auf 635 im Jahr 2021. Eine Polizeisprecher erklärte dies auch mit einem hohen Kontrolldruck. Bei den drei Kriminalpolizeiinspektionen im Regierungsbezirk gibt es eigene Arbeitsgruppen für Ermittlungen gegen Kinderpornografie.